ehem. Stadtbücherei
Deutz-Kalker Straße 52 · Deutz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0033 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | ehem. Stadtbücherei |
| Adresse | Deutz-Kalker Straße 52, 50679 Köln |
| Baujahr | 1913 bis 1914 |
| Architekt / Planung | Hans Verbeek |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.07.1980 |
| Stadtteil | Deutz |
Das Objekt Deutz-Kalker Str. 52 ist ein in den Jahren 1913/14 von dem Architekten Hans Verbeek im neoklassizistischen Stil errichtetes, öffentliches Gebäude mit zwei Geschossen und zwei rechtwinklig zueinander stehenden Fassadenseiten mit je fünf Achsen. Über einem hohen Sockel aus Naturstein ist die Putzfassade vertikal durch breite, trapezförmige Pilaster zwischen den Fensterachsen gegliedert; an der Fassadenseite parallel zur Deutz-Kalker Straße sind die ersten drei Achsen von links etwas vorgezogen. Eine horizontale Gliederung wird durch die unterschiedliche Höhe der Geschosse gegeben. Den oberen Fassadenabschluß bildet ein weit vorkragendes Kranzgesims. An der rechtwinklig zum Straßenverlauf gelegenen Fassadenseite ist der Hauseingang mit aufwendigem, kannelierten Türgewände in der 2. Achse von links über einen breiten seitlichen Treppenaufgang erreichbar. Im Hausinneren sind die schwarz-weiß gemusterten Fußbodenfliesen im Flur, im Treppenhaus die Terrazzotreppe, die zum Teil reliefierten Wandkacheln sowie die Flurfenster original erhalten.
Diese qualitativ hochwertigen, originalen Details im Hausinneren sowie die ursprüngliche, repräsentative Fassadengliederung bestimmen den kunsthistorischen Wert des Objektes.
Städtebauliche Bedeutung:
Mit dem angrenzenden, ebenfalls vom Architekten Hans Verbeek errichteten Schwimmbad im neoklassizistischen Stil bildet das Objekt einen Gebäudekomplex mit öffentlicher Funktion. Diese Bestimmung zeigt sich städtebaulich in der Gesamtgröße und Monumentalität der Anlage.
Ortsgeschichtliche Bedeutung:
Das Objekt ist ein Dokument für die öffentlichen Gebäude, die an der äußeren Peripherie des Deutzer Stadtgebietes entstanden sind, das im Zuge der Stadterweiterung des Jahres 1907 dem alten Festungskern angegliedert wurde.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0