Hofanlage Pisdorhof
Frohnhofstraße 37 · Ossendorf
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0360 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Hofanlage Pisdorhof |
| Adresse | Frohnhofstraße 37, 50827 Köln |
| Baujahr | 1781 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.07.1980 |
| Stadtteil | Ossendorf |
Das inschriftlich auf 1781 (1787) datierte Herrenhaus des alten Pisdorhofs ist nach § 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW) ein Baudenkmal. Das öffentliche Interesse an seiner Erhaltung und Nutzung gründet sich auf die ortsgeschichtliche, bauhistorische und städtebauliche Bedeutung der Anlage.
Von der ehemaligen geschlossenen Hofanlage fränkischen Typs ist nur das Wohnhaus mit anschließenden Teilen der älteren Wirtschaftsgebäude erhalten. Der übrige Grundriß der alten Anlage wird heute von modernen Gebäuden in angepaßten Proportionen nachvollzogen. Die alten Hofgebäude selbst gehören zu den wichtigsten Siedlungskernen des alten Dorfes, das sich entlang der Frohnhofstraße erstreckte und insgesamt drei Großhöfe besaß.
Bauhistorisch wichtig ist das unregelmäßig gebaute, zweigeschossige, zur Hofseite traufständige Backsteinwohnhaus mit vier, innen 6, Fensterachsen und hohem Satteldach. Das Mauerwerk weiß geschlämmt, von zahlreichen Mauerankern und einer vorgesetzten Lisene verstärkt. Gemauerte, schwach gebogene Fensterstürze und steinerne Widerlager für Scharniere der (fehlenden) Fensterläden. Rechts und links an den Giebelseiten flügelartig anschließende, ehemalige Wirtschaftsbauten (Stallungen, Lager), eingeschossig, mit Fenstern und Türen mit im Bogen gemauerten Stürzen. Fenster weitgehend stilistisch ähnlich erneuert, Türen und Inneres durchgreifend erneuert im Sinne neuer Nutzung (Verwaltung, Wohnung).
Über dem steingerahmten Hauptportal eingelassenes Wappen mit Geißbock und Flammen.
Das Hoftor zur Frohnhofstraße rekonstruiert.
Städtebaulich wichtig ist die Hofanlage mit ihrem alten Baubestand als dörfliches Siedlungsbeispiel - zusammen mit dem nahe gelegenen Rest des Frohnhofs (Nr. 41) - innerhalb zunehmender Verstädterung des alten Ortes seit der späten Gründerzeit (Nr. 37a, 39, 54).
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0