Hofanlage Kaplanshof
Merkenicher Hauptstraße 118 · Merkenich
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0503 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Hofanlage Kaplanshof |
| Adresse | Merkenicher Hauptstraße 118, 50769 Köln |
| Baujahr | 1784 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.07.1980 |
| Stadtteil | Merkenich |
Kaplanshof. Erbaut 1784 (inschriftlich datiert); ehemals geschlossene Hofanlage mit Herrenhaus und beidseitig anschließenden Neben- und Wirtschaftsgebäuden.
Herrenhaus: Traufständig, zwei Geschosse, fünf Achsen, Backsteinfassade (geschlämmt) mit Werksteingliederungen und Mauerankern, Fenster mit Schlagläden. Im Inneren original erhalten: Im Erdgeschoß Steinzeugfliesen (Flur), Steinplatten (Küche), Holzfußboden (Wohnräume); Mitteldiele mit originaler Stiege, originalen Zimmertüren. Im Obergeschoß "Kölner Decken". Im Keller: Tonnengewölbe in Ziegelmauerwerk. Neben- und Wirtschaftsgebäude: Ein Geschoß, Feldbrandstein, Satteldächer. Bestandteil des Denkmals sind auch die Toreinfahrt und die Umfassungsmauern.
Merkenich ist der größte Ort eines unter diesem Namen seit 1975 existierenden Dorfverbandes. Das nördlich Kölns, nahe dem Rhein gelegene Straßendorf dürfte wohl schon zu römischer bzw. fränkischer Zeit besiedelt worden sein, obwohl die Erstdatierung im Jahre 1241 erfolgte. Vom eigentlichen Dorfcharakter blieb - trotz zeuzeitlicher Eingriffe - vor allem der Bereich der großen Höfe im Süden der Merkenicher Hauptstraße sowie teilweise das Ensemble um den romanischen Turm der Pfarrkirche St. Brictius erhalten.
die o.g. Hofanlage im südlichen Teil des Dorfs bildet mit den dort gelegenen, größeren Höfen - Ivenshof und Tönneshof - und den kleineren Hofanlagen - Merkenicher Hauptstraße Nr. 124 und 128 - ein dörfliches Ensemble, das für den Charakter des Ortes mitbestimmend ist. Als Zeugnis der historischen Bebauung Merkenichs ist der kaplanshof unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0