Hofanlage Zehnthof, Gut Klein-Plantage

Zehnthofstraße 61 · Ostheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0622
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungHofanlage Zehnthof, Gut Klein-Plantage
Adresse Zehnthofstraße 61, 51107 Köln
Baujahr1846
Eigentumstädtisches / öffentliches Eigentum
Eingetragen seit 01.07.1980
Stadtteil Ostheim

1846 inschr. dat; ehem. Herrenhaus des Meierhofes, traufständig, 2 Geschosse, 7 Achsen, Satteldach, korbbogenförmige Tordurchfahrt, Putzfassade mit Werksteingliederung, profilierte Traufe, im EG rundbogige Wandöffnungen. Fenster und Klappläden (nur im EG), Hoftor und Haustür nach hist. Vorbild erneuert. Tordurchfahrt backsteinsichtig, teilweise mit Fachwerk. Giebelfassaden verputzt. Im Innern original erhalten: Gewölbekeller. Holztreppe mit Antrittspfosten und gedrechseltem Geländer in Anlehnung an das hist. Vorbild erneuert. Rückseite: neue Putzfassade mit Werksteingliederung, getrepptes Traufgesims, Ankersplinte. Fenster und Tür nach hist. Vorbild erneuert.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Ostheim, erstmals 959 erwähnt, entstand an der Kreuzung der Fankfurter- und Rösrather Straße. Im Umkreis der heutigen Zehnthofstraße wurden die ersten ländlichen Bauten errichtet.

Von der bis zur Jahrhundertwende sehr kleinen ländlichen Ansiedlung sind außer dem Herrenhaus des Meierhofes und dem Gut Groß-Plantage nur wenige ältere Gebäude in gestreuter Lage erhalten geblieben.

Bei dem Meierhof - benannt nach einem der letzten Besitzer - handelte es sich um eine vierflügelige geschlossene Hofanlage fränkischen Typs, deren Wohnhaus laut Inschrift auf dem Schlußstein des Torbogens 1846 von Joh. Bap. Röster erbaut worden war. Die 1-2geschossigen Wirtschaftsflügel und die dem Wohnhaus gegenüberliegende Scheune wurden in Form, Proportion und Materialien dem Denkmalcharakter der ehemaligen Hofanlage entsprechend erneuert und zu Wohngebäuden umgestaltet.

Ortsgeschichtlich ist das Herrenhaus insofern von besonderer Bedeutung, als es nach der Brandzerstörung des Zehnthofes heute das älteste erhaltene Zeugnis Ostheims darstellt. Im Ortskern bildet es einen markanten Blickfang. Insbesondere im Vergleich zu den Neu- und Umbauten der Umgebung trägt es darüber hinaus zur Veranschaulichung des historischen Dorfcharakters von Ostheim bei und wird somit auch städtebaulich zu einem unverzichtbaren Denkmal.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0