ehem. Hofanlage "Freihof Zur Hütten"

Strundener Straße 15 · Dellbrück

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0696
Typ Gebäude-Denkmal
Bezeichnungehem. Hofanlage "Freihof Zur Hütten"
Adresse Strundener Straße 15, 51069 Köln
Baujahr19. Jahrhundert
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 01.07.1980
Stadtteil Dellbrück

Freihof zur Hütten bzw. Eschhof, 19. Jahrhundert; Teil einer ehemaligen, vierflügelig geschlossenen Hofanlage. Ehemaliges Scheunengebäude (heute Wohnhaus): Straßenwärts reine Backstein- und Fachwerkfassade mit Backsteinausfachung kombiniert, Ankersplinte, hofwärts teilweise erneuerte Fachwerkfassade mit Backsteinausfachung (ehemaliges Scheunentor zugemauert); nördliche Giebelfassade backsteinsichtig, in Giebelspitze kreuzförmige Vertiefung; südliche Giebelwand in Fachwerk mit Backsteinausfachung. Satteldach, neue Dacheindeckung, hofwärts neue Schleppgauben, neue, größere Fensteröffnungen mit Sprossenfenstern, neue, dem ländlichen Stil angepaßte Haustüre. Inneres erneuert, teilweise sichtbares Dachgebälk. Ehemaliges Scheunengebäude (heute Wohnhaus): 1863 inschriftlich datiert; langgestreckter, eingeschossiger Backsteinbau; hofwärtige, ehemals geschlämmte Fassade wieder backsteinsichtig, ornamentiertes Traufgesims; Satteldach mit neuer Dacheindeckung, Dachstuhl weitgehend erneuert, neue Schleppgauben; neue Sprossenfenster, teilweise gesprosste Fenstertüren, dem ländlichen Stil angepaßte Haustüren; Keller mit Kappengewölbe zugeschüttet. Inneres erneuert.

Zum Denkmal gehört auch der alte Baumbestand (Linde) im Hof.

Gegenüber dem alten, wasserumwehrten Rittersitz Haus Thurn (Ursprung im 12. Jahrhundert) und in unmittelbarer Nähe des Strundener Baches liegt das Hofgut "Freihof zur Hütten". Seine Ursprünge liegen im Dunklen, doch deutet Verschiedenes auf ein hohes Alter hin. Der Name "Freihof" leitet sich aus dem Umstand ab, daß dessen Besitzer, anders als die übrigen Bauern der Umgebung, dem alten Adelsgeschlecht des Hauses Thurn gegenüber nicht zehntpflichtig war und auch keinen Frondienst zu leisten hatte.

Die Anlage bestand früher als geschlossenes Hofgeviert. Im 19. Jahrhundert wurden Teile der Aufbauten durch Backsteinhäuser ersetzt. Das letzte Wohnhaus des Freihofs stand wohl bis in die 30er Jahre dieses Jahrhunderts. Letzter Bauer des Hofs war Jodokus Esch, der dem Hof auch den zweiten Namen "Eschhof" gab. Letzterer blieb auch dann noch erhalten, nachdem die Stadt Köln Eigentümer dieses Anwesens geworden war. Auch wenn die Gebäude des Freihofs erst aus dem 19. Jahrhundert stammen, gehört er aufgrund seiner Vorgängerbauten doch mit den zahlreichen, noch vorhandenen Wasserburgen (z.B. Haus Isenburg) und Mühlen (z.B. Iddelsfelder Mühle) zu den wichtigen Zeugnissen der ältesten Besiedlung von Holweide.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0