Wohnhaus
Bayenthalgürtel 15 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0722 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Bayenthalgürtel 15, 50968 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.06.1981 |
| Stadtteil | Marienburg |
Die Villa wurde 1906 von einem der führenden Köpfe der Kölner und auch deutschen Architekturszene, dem Mitbegründer des B.D.A., Eugen Fabricius, erbaut. In ihrem verwinkelten Aufbau mit Risaliten, Giebeln, Erkern, Veranden, seitlichem Kutscherhaus und einer Gartenmauer mit Pavillon stellt sie eine noch durch die Vielfalt der Baumaterialien unterstützte, gelungene, formenreiche Komposition von hoher, künstlerischer Qualität dar. Stilistisch schafft Eugen Fabricius eine Synthese aus einem an der Renaissance orientierten Jugendstil und dem damals durch Muthesius nach Deutschland gebrachten "englischen Landhausstil", der für die Entwicklung der modernen Architektur von größter Bedeutung ist.
Gerade in Marienburg finden sich - wie kaum in Deutschland - zahlreiche, äußerst qualtitätvolle Zeugnisse dieses "englischen Stils", so daß man den Stadtteil als einen der wichtigsten "englischen Villenkolonien" außerhalb Großbritanniens bezeichnen kann. Die Zerstörung des Bauwerks wäre für lokale und auch internationale Verhältnisse ein erheblicher Verlust, der an dieser exponierten Stelle - dem Bayenthalgürtel / Ecke Ulmenallee - zusätzlich noch Marienburgs Gesamtbild erheblich verändern würde. Verloren wäre auch ein Bau, in dem Jakob Burckhardt nach Kriegsende bei seinem Besuch in Köln wohnte und dem er in seinem Briefwechsel ein bleibendes, literarisches Denkmal gesetzt hat.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0