Wohnhaus

Auf dem Hügel 13 · Müngersdorf

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0812
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Auf dem Hügel 13, 50933 Köln
Baujahrum 1922
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.11.1981
Stadtteil Müngersdorf

Das Haus ist ein regional- und baugeschichtliches Zeugnis des Dorfs Müngersdorf. Nach der Eingemeindung nach Köln im Jahre 1888 erfolgte allmählich die bauliche Erweiterung um den alten Dorfkern. Um 1910 wurde, nach Abbruch des an der Wendelinstraße gelegenen und sich am Hügel entlang ziehenden Lemaire-Hofs, der Straßenzug "Auf dem Hügel" angelegt.

Das zweigeschossige, traufständige Wohnhaus Nr. 13 zählt neben den stilverwandten Häusern Nr. 17 und Nr. 19 zum ersten Baubestand dieser Straße. Im Typ verkörpert es, den vorstädtischen Verhältnissen in der Größe angepaßt, das für Köln charakteristische Dreifensterhaus.

Ein schmaler Vorgarten mit originaler Einfriedung trennt das Haus vom Bürgersteig. Als künstlerisch-ästhetische Gestaltungselemente der Fassade erweisen sich: Im Erdgeschoß die dichte Anordnung von Fenster, Erker, Haustüre, Toilettenfenster unter einem zusammenfassenden Gesims; im Obergeschoß die durch gleichmäßigen Fensterabstand erzielte, ruhige Gliederung der Wandfläche; in der Dachzone der breite, bekrönende Zwerchgiebel. Die ästhetische Einheit der Fassade wird weiterhin durch die Sprossenfenster mit Holzrahmung betont.

In seiner Erscheinung ist das Gebäude ein Beispiel für die um die Jahrhundertwende aufgekommene Tendenz, die die Anknüpfung an einheimische Bautradition und eine werk- und materialgerechte Ausführung befürwortete. Während die Hausform der rheinischen Lokaltradition folgt, ist der Schmuckdekor in geometrischem Jugendstil gehalten. Am Haus tritt er sehr zurückhaltend in Erscheinung (Gitter am Toilettenfenster, Haustüre mit Oberlichtfenster und Laternenhäuschen, Gitter beim Küchenausgang/Gartenseite); im Inneren beschränkt er sich auf Stuckelemente (Erdgeschoß: Vorderzimmer mit Deckenrosette und -kehlung, kassettierter Balken zwischen Mittel- und Gartenzimmer, Gasstumpf an Küchendecke; erster Stock: Im Vorderzimmer rechteckiges Stuckdeckenfeld) und auf ornamentierte Heizkörper (Hausaufgang/erster Stock, Badezimmer/Dachgeschoß).

Von der originalen Innenausstattung sind noch vorhanden: Die umlaufende, mit Lattengeländer und Zwischenpfosten versehene Holztreppe und einige Türen (Erdgeschoß: Zwischentüre, Toilettentüre, Türe in der Küche, alle Türen im Dachgeschoß). Eine nach 1981 durchgeführte Renovierung berücksichtigte den Originalbestand und ergänzte in Nachbildung fehlende Teile (Haustüre, Gitter, Ornamentglas, Zwerchgiebel: Sprossenfenster), um dem Haus weitgehend das ursprüngliche Aussehen zu verleihen.

Für die Erhaltung und Nutzung liegen regional- und baukünstlerische Gründe vor.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0