Kirche St. Maria im Kapitol
Kasinostraße 6 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0850 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirche St. Maria im Kapitol |
| Adresse | Kasinostraße 6, 50676 Köln |
| Baujahr | 1065 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.12.1981 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
St. Maria im Kapitol, ehem. Damenstiftskirche, seit 1802 kath. Pfarrkirche, geweiht 1065. Dreischiffige Basilika mit türmeflankiertem Westbau und Dreikonchenanlage mit Umgang, südl. und nördl. Vorhalle und Krypta sowie 2 Kapellen (von 1466 und 1493) und Sakristei im Osten. Nach Kriegszerstörung bis 1984 wiederaufgebaut (Arch. W. Weyres, H. J. Schäfer).
Historische Ausstattung
Fußboden:
Krypta: Steinfußboden unter Verwendung älterer Steinplatten, 1950er Jahre
nördl. Chorkapelle: Stiftmosaikfußboden, 1875-80 (A. W. Essenwein)
Mittelschiff: Stiftmosaik (Hirsche), 1875-80 (A. W. Essenwein)
Ausmalungen:
Krypta: Reste der Ausmalungen, 12.-14. Jh.
Langhauspfeiler: Fragmente, um 1750
Glasfenster:
Hardenrathkapelle: 1 Fenster (Kalvarienberg), um 1465
nördl. Seitenschiff: Heisterfenster, um 1467
nördl. Seitenschiff: Berchem-Fenster, nach 1481
nördl. Seitenschiff: Hubertusfenster, um 1500
nördl. Seitenschiff: Ursulafenster, nach 1500
südl. Chorkapelle: Miserere-Fenster, um 1500
südl. Seitenschiff: 2 Bahnen des Heller-Fensters, 16. Jh.
Nordvorhalle: 2 Stifterscheiben des Heister- und Heller-Fensters, 16. Jh.
Nordvorhalle: 2 Stifterscheiben des Marienfensters, 16. Jh.
Südvorhalle: 9 Scheiben, 16. Jh./19. Jh.
Obergaden der Dreikonchenanlage: 15 Fenster, 1938 (Entwurf: A. Wendling), 1979-82 (Ausführung: Fa. Derix)
südl. Seitenschiff: 4 Fenster, 1955 (W. Weyres)
Umgang der Dreikonchenanlage: 10 Fenster, 1979-82 (Entwurf: P. Weigmann unter Verwendung der Entwürfe von Anton Wendling von 1938, Ausführung: Fa. Derix)
Krypta: W. Buschulte, 70er Jahre
Altäre:
Kryptakapellen: 3 Altäre, mittelalterlich (1 Altar 19. Jh.?)
Hardenrathkapelle: 15. Jh.
südl. Chorkapelle: 19. Jh. u. älter
nördl. Chorkapelle: 19. Jh./20. Jh. unter Verwendung des Kanzelbodens und der Mosaiken Paulus/Malachias vom Hochaltar des 19. Jh. (A.W. Essenwein)
Krypta (Zentrum): 1950er Jahre
Geläut:
südl. Flankenturm: 3 Glocken von 1957
Steinplastik:
Madonna Eleusa (Hermann-Josef-Madonna), 12. Jh., Ostkonche
Madonna Nikopoia, 13. Jh., nördl. Seitenschiff
Hl. Christophorus, um 1450 (Werkstatt Konrad Kuyn), Mittelschiff
Madonna, um 1450, Klein St. Martin
2 Stifterfiguren Hardenrath/Schlößgin, um 1460, frühere Sakristei
Salvator, um 1465 (Werkstatt Nikolaus Gerhaert), Hardenrathkapelle
Maria, um 1465 (Werkstatt Nikolaus Gerhaert), Hardenrathkapelle
Thronende Maria, 15. Jh., Südvorhalle
Relief mit der Grablegungsgruppe des Heinrich Berchem, um 1500, Halle im Westvorbau
Holzplastik:
Astkruzifix, 1304, z. Zt. beim Restaurator
Limburger Madonna, um 1350, Mittelschiff
Altarschrein, 15. Jh., Flügel 19. Jh., Hardenrathkapelle
Auferstandener Christus, 17. Jh., Ostkonche/Umgang
Muttergottes, 17. Jh., Krypta
Grablegungschristus, 17. Jh., Lapidarium
Heiliger (Judas Thaddäus), 18. Jh., Klein St. Martin
Hl. Bischof, 18. Jh., Klein St. Martin
Prozessionskreuz, 19. Jh., Südvorhalle
Herz-Jesu-Figur, 19. Jh. (N. Elscheidt), alte Sakristei
Pietà, 19. Jh. (N. Elscheidt), Krypta
Engel, 19. Jh., Südvorhalle
Gemälde:
Kreuzabnahme, 16. Jh. (Kopie nach Hugo v. d. Goes), Hirtzkapelle
Tod Mariens, 1521 (Werkstatt Hans Baldung Grien), nördl. Vorhalle
Triptychon Anna Selbdritt, um 1600 (Hans von Aachen), Hirtzkapelle
2 Bildnisse Klepping/Hardenrath, 1613 (G. Gortzius), nördl. Vorhalle
Die Stigmatisierung des Hl. Franziskus, 17./18. Jh., Klein St. Martin
Bruderschaftsbild ”Maria von guten Rat”, 18. Jh (J. J. Schmitz), Mittelschiff
Dornenkrönung, 1761 (H. Zimmerman), südl. Vorhalle
Kreuzabnahme, 1759 (H. Zimmerman), südl. Vorhalle
Innenansicht Ostkonche, 1930er Jahre (H. Hermanus), südl. Vorhalle
Grabdenkmäler
1 Sarkophag, mittelalterlich, Kreuzganginnenhof
1 Grabplatte, romanisch, Kreuzganginnenhof
6 Grabplatten, romanisch, Turmhalle
4 Sarkophage, mittelalterlich, Ostkonche/Umgang
8 Inschriftentafeln, Langhaus
Grabplatte der Plektrudis, um 1160/70, Mittelschiff
Grabplatte der Plektrudis, um 1300, Mittelschiff
Grabplatte der Hadewich vonWickrath († 1304), Langhaus
Grabstein der Druda († 1365), Ostkonche/Umgang
Grabdenkmal der Anna Salome von Berg gen. Trips († 1693), Mittelschiff
Grabdenkmal der Anna von Wolff Metternich († 1698), Mittelschiff
Grabplatte der Anna Maria Theresia von Trips († 1704), Halle im Westvorbau
Grabplatte der Johanna Freiin von und zu Bocholt (?), 18. Jh., Halle im Westvorbau
Kartusche des barocken Grabmals der Ida, um 1750, Krypta
Grabtumba Ida, 19. Jh., Krypta
Grabtumba, 19./20. Jh. mit älterer Grabplatte, Krypta
Weitere Ausstattung:
4 Walfischknochen, Pleistozän, südl. Seitenschiff
2 Türflügel, 11. Jh., südl. Seitenschiff
Reliquientumba, 14. Jh., Ostkonche/Umgang
Sängerempore mit Treppenturm und Bildwerken, 15. Jh., Südkonche/Umgang
Weihwasserbecken, um 1465, Turmhalle
7 Reihen Chorgestühl, um 1500, Chor, Ostkonche
1 Sitz Chorgestühl, um 1500, Klein St. Martin
Lettner, 1523, Mittelschiff
Taufkessel, 16. Jh., Nordkonche, Aufsatz (Hl. Martin und Bettler), Pfarrhaus
Kniebank, 1637, Mittelschiff
1 Kniebank, 17./18. Jh., Mittelschiff
2 Gitter, 18. Jh., Mittelschiff, Hardenrathkapelle
Predigerstuhl, 18. Jh., Mittelschiff
Beichtstuhl, 19. Jh., südl. Seitenschiff
2 Kniebänke, 19. Jh., Südkonche
31 Bänke, 1950er Jahre, Mittelschiff
Decke, 1956 (W. Weyres), Mittelschiff
Taufbecken mit 6 Leuchtern, 1950er Jahre, Krypta
Schatz:
Tragaltar, 12. Jh., z.Zt. Schnütgen-Museum
Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Gemälde, Skulpturen, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke (u.a. Mobiliar, Architekturfragmente, Paramente, Bücher) für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen:
Paul Clemen, Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. II.1, 1911; Colonia romanica, III/ 1988; Wolfgang Stracke, St. Maria im Kapitol, in: Colonia romanica, XI /1996.
Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u. U. untertägig im Boden verborgen sind.
Die Kirche St. Maria im Kapitol ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von §2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert. Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0