Wohnhaus
Archimedesstraße 28 · Buchforst
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0900 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Archimedesstraße 28, 51065 Köln |
| Baujahr | 1928 bis 1932 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.01.1982 |
| Stadtteil | Buchforst |
Das zwischen 1928 und 1932 erbaute Einfamilienwohnhaus ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das Haus ist unersetzlicher Bestandteil der zeilenartigen Straßenbebauung der "Weißen Stadt", die als wichtigster Beitrag des - vom Bauhaus in Dessau geprägten - "neuen Bauens" gilt. Als Teil dieser Siedlung wird das Gebäude zu einem bedeutenden Zeugnis einheitlich konzipierten, stadtteilumgreifenden Kölner Wohnungsbaus und dadurch zu einem besonderen Denkmal der Geschichte des modernen Köln.
Das zwei- bzw. dreigeschossige Wohnhaus mit Dacherker in der linken der beiden Fensterachsen, mit Satteldach und weiß verputzter Fassade ist nicht als architektonische Einzelleistung zu bewerten. Die baukünstlerische Leistung besteht vielmehr in der gestalterischen Durcharbeitung der ganzen Straßenzeile, die unter einem durchlaufenden Dach zusammengefaßt, durch den Wechsel von Haustypen mit und ohne Dacherker (heute schon teilweise verändert) rhythmisiert und gegen den Fassadenriß der anderen Straßenseite abgesetzt wird. Trotz einiger, bisweilen entstellender, Veränderungen an den Nachbargebäuden läßt sich die ehemalige Monumentalität der auf nüchterner Zweckhaftigkeit beruhenden Gesamtgestaltung nicht zuletzt anhand dieses gut erhaltenen Teilbaus ablesen.
Wichtig für die Erhaltungsabsicht ist vor allem das städtebauliche Ensemble, das nach einem 1926 von W. Riphahn und C.M. Grod eigens neu erstellten, unter anderem auf hygienische Bedingungen (Licht und Luft) Rücksicht nehmenden Bebauungsplan erbaut wurde und dessen integraler Bestandteil das gesamte Gebäude ist. Die "weiße Stadt" im ehemaligen Kalker Feld ist für Köln als Denkmalensemble ebenso wichtig wie es die gleichzeitige Siemensstadt (H. Scharoun) für Berlin oder die Weißenhofsiedlung (J.P. Oud, 1927) für Stuttgart ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0