Kirche St. Georg
Georgsplatz 1 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0914 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirche St. Georg |
| Adresse | Georgsplatz 1, 50676 Köln |
| Baujahr | 1059 bis 1067 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1982 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
St. Georg, ehem. Chorherrenstift, seit 1802 kath. Pfarrkirche, erbaut 1059-67 (Einwölbung um 1150, Westchor um 1180, Nordvorhalle von 1551/52) über älteren Vorgängerbauten, 1927 - 30 restauriert und in Teilen erneuert (W. Schorn, C. Holzmeister), nach Kriegszerstörungen bis 1964 wiederaufgebaut (W. Schorn, W. Hartmann, W. Weyres); dreischiffige Säulenbasilika mit dreiteiligem Chor, Querarmen, Nordvorhalle und Krypta, Portal auf der Südseite. Werksteinbau.
Historische Ausstattung
Fußboden:
Umgang Westchor: Fliesen, mittelalterlich, barock
Krypta: Kalkstein, 1. Hälfte 20. Jh.
Kirchenraum: schwarzer Naturstein (Dolomit), 1963-65
Ausmalungen:
Chor, südl. Scheidewand: Fragmente, 12. Jh.
Glasfenster:
Oberkirche: 40 Figuren- und Ornamentfenster, 1930 (Entwurf: J. Thorn Prikker, Ausführung: Fa. Derix, 1930 und 1963/64)
Krypta: 13 Ornamentfenster, 1930 (J. Thorn Prikker)
Altäre:
Vierung: Altarinsel, 1963 (S. Hürten)
Weitere Ausstattung:
Platte mit Grabinschrift, frühromanisch (?), nördl. Chorkapelle
Taufstein, um 1240, Deckel, 1971 (S. Hürten), Westchor
Epitaph des Wichius von Rees († 1545), Chor
Sakramentshaus, 1556, Chor
1 Kniebank, 18. Jh., Sakramentskapelle
1Stuhl, 18. Jh., Sakramentskapelle
6 Bänke, 19. Jh., Westchor
1 Kniebank, 19. Jh., Sakramentskapelle
Tabernakel, 1930er Jahre (Powolny), Sakramentskapelle
39 Wandleuchten, um 1929 (C. Holzmeister), Krypta, Oberkirche
5 Hängelampen, um 1929 (C. Holzmeister), nördl. Seitenschiff
Mosaik Maria mit Kind., 1913 (J. Thorn Prikker), südl. Seitenschiff
Mosaik mit Anno und Georg, 1930er Jahre, Tympanon Eingangsportal
Kreuze und Kreuzwegstationsmosaiken, 1930er Jahre (Entwurf: J. Thorn Prikker, Ausführung: W. Schmitz-Steinkrüger), Kreuzhof
4 Läufer, 1930er Jahre (M. Schmitz-Steinkrüger), Abstellraum an Sakristei
3 Wandteppiche, 1930er Jahre (M. Schmitz-Steinkrüger), Sakristei
3 Teile der ehem. Türchen der Kommunionbank, 1927-1930 (C. Holzmeister), Abschrankung der nördl. Chorkapelle
5 Bänke, 1930er Jahre, Querarme, Chor
Gitter, 1963 (?), Kryptaabgang
Stele des Tabernakels, 1965 (?) (S. Hürten), Sakramentskapelle
6 Altarleuchter, 1965/66 (S. Hürten), Altarinsel
1 Lesepult, 1965/66 (S. Hürten), Altarinsel
Bronzetür, 1966(?) (S. Hürten), Zugang zur Sakramentskapelle
1 Lesepult, 1960er Jahre (S. Hürten), Abstellraum an Sakristei
55 Bänke, 1960er Jahre, Langhaus, Querarme, Chor
Steinplastik:
Christus einer Ölbergszene, um 1530, Vorhalle
Maria mit Drachen, 20. Jh.(E. Schmitz), Giebelfeld nördl. Vorhalle
Originale der pfeilerbekrönenden Büsten vom freistehenden Gittertor der Südseite, 1925, Krypta
Holzplastik:
Astkruzifix, um 1380/1400, Gabel, 1955, Westchor
Kruzifix, 15. Jh., Vorhalle
Immakulata, 18. Jh. (J. van Rick (?)), Vierung
Apostel Paulus, 18. Jh., Westchor
Apostel Petrus, 18. Jh., Westchor
4 Evangelistenstatuetten, 18. Jh., Sakristei
5 Reliquienbüsten, 14.-18. Jh., Krypta, Sakramentskapelle, südl. Seitenschiff
Gemälde:
Triptychon (Beweinung Christi), vor 1558 (B. Bruyn d. J. oder A. Bruyn ?), südl. Querhaus
Porträt des Otto Guttmann, 1624, Pfarrhaus
6 Bildnisse von Pfarrern, 18./19. Jh., Pfarrhaus, Sakristei
Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Paramente, Reliquiare, Gemälde, Skulpturen, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke (u.a. Mobiliar, Bücher, Architekturfragmente) für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen:
Paul Clemen, Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. I.4, 1916; Peter Daners/ Volker Ohl, St. Georg, in: Colonia Romanica X/1995.
Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u. U. untertägig im Boden verborgen sind.
Die Kirche St. Georg ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von §2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert. Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0