Siedlung "Göttersiedlung"
Heimdallstraße 9 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0980 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Heimdallstraße 9, 51107 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.02.1982 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
Das Doppelhaus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln und Rath, da es als ein Bestandteil der Göttersiedlung den Prozeß der tendenziellen und ideologisch legitimierten Verlagerung der Wohnbereiche besser situierter Mittelschichten aus der Innenstadt in die naturnahen Orte am Stadtrand (hier Rath) und somit deren Auswertung zu Stadtvororten dokumentiert. Dieser Prozeß, der massiv in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts als eine Folge der zunehmenden, funktionalen Zergliederung des Stadtkerns einsetzt, schlägt sich architektonisch im Bau von Einfamilienhaussiedlungen am Stadtrand nieder.
Das zweigeschossige Einfamilienhaus mit einem ausgebauten Dachgeschoß wurde um 1925 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige, glatt verputzte Hauptfassade mit einem hohen Sockel und einem breiten Traufgesims, über dem sich ein Walmdach mit einer dreifensterigen Dachgaube erhebt. Fensterschlagläden und eine originale Hauseingangstüre ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.
Im Hausinneren ist eine Holztreppe mit Holzgeländer erhaltenswürdig. Mit dem typengleichen Haus Helmdallstraße 10 bildet das o.g. Objekt eine "Tordurchfahrt", die vom Westen eine platzähnliche Anlage (Heimdallstr. 9 bzw. 10 und Wodanstr. 13-15) öffnet. Diese "Platzanlage" bildet ihrerseits einen integralen Bestandteil der Göttersiedlung, die ein anschauliches Beispiel von verschiedenen, architektonischen Lösungen des Kölner Einfamilienhauses der zwanziger Jahre bietet. Von einer der historisierenden Bauweisen im Süden bis zur funktionalistischen im Norden ist hier die ganze Breite der Formgebungen vertreten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0