Wohnhaus
Marienstraße 161 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0987 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Marienstraße 161, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.03.1982 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1905 erbaut, freistehende, zweigeschossige Villa. Klinkerfassade mit Stuckgliederungen im Stil des Historismus, linke Seitenfassade verputzt, mit Stuckgliederungen und Treppengiebel.
Vorderfassade: In der linken Achse risalitartige, bis in das ausgebaute Dachgeschoß reichende Wandvorlage mit Schweifgiebel, Erker im ersten Obergeschoß. Rechte Seitenfassade mit turmartig ausgebautem Treppenhaus (mit Satteldach), dort auch Hauseingang mit Vordach; farbige Bodenfliesen vor der Haustüre. Fenster weitgehend original (neu verglast), originale Gitter an den Kellerfenstern sowie an den Treppenhausfenstern im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß. Haustüre original.
Rückseite mit teilweise veränderten Fenstern, Wintergarten (Fassade verputzt; später ergänzte Terrasse auf dem Wintergarten) und neuerem Dachausbau.
Im Inneren original erhalten: Im Flur farbiger Fliesenboden, der dem Boden vor dem Hauseingang entspricht und durch Differenzstufen in weißem Marmor gegliedert wird; Deckenstuck; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben; auf halber Geschoßhöhe zwischen Erdgeschoß und erstem Obergeschoß ehemalige Toilette mit originaler Türe, Bodenfliesen und teilweise Wandfliesen; weitgehend die Zimmertüren; vereinzelt Parkettböden im Erdgeschoß, ansonsten Fußbodendielen; farbiger Fliesenboden im Wintergarten; im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß aufwendiger Deckenstuck, im Erdgeschoß im gartenseitigen Wohnraum (vor dem Wintergarten) Bereicherung der Stukkatur durch imitiertes Parkett an der Deckenfläche; Wandfliesen in der Küche (Erdgeschoß) und im Bad (erstes Obergeschoß).
Garten, straßenseitig mit originalem Einfriedungsgitter (Tor dem Original entsprechend ergänzt), außerdem im Garten kleine, mit Mosaikfliesen bedeckte Fläche (ehemals vielleicht Boden einer Gartenlaube).
In dem 1888 zu Köln hin eingemeindeten Stadtteil Ehrenfeld wurde die Marienstraße als mittlere Verbindungsachse für die von der Venloer Straße ausgehenden Straßen angelegt. Etwas abseits der vorwiegend für eine Erstbewohnerschaft mit niedrigen Ansprüchen errichtete Erstbebauung wurde um 1905 die o.g. freistehende Villa erbaut. Bauherr war der Fabrikant Albert Johenneken, Teilhaber der benachbarten Treibriemenfabrik Robert Rödel. Es handelt sich hierbei um einen der wenigen, anspruchsvollen, freistehenden, innen und außen weitgehend erhaltenen Gründerzeitbau Ehrenfelds. Mit seinen Backsteinfassaden, denen durch die unterschiedlichen Ziergiebelformen und die Stuckdetails ein ganz eigener, unverwechselbarer Charakter verliehen wird, gliedert er sich harmonisch in die vorstädtische Umgebung ein. Er wird somit zu einem unverzichtbaren Dokument der gehobenen Ehrenfelder Wohnarchitektur im frühen zwanzigsten Jahrhundert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0