Kirche St. Ursula
Ursulaplatz 30 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1012 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirche St. Ursula |
| Adresse | Ursulaplatz 30, 50668 Köln |
| Baujahr | ab 12. Jahrhundert |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 21.05.1982 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
St. Ursula, ehem. Damenstiftskirche, seit 1802 kath. Pfarrkirche, erbaut bis 1135 über älteren Vorgängerbauten, Turm, erstes Viertel 13. Jh., Chor, zweite Hälfte 13. Jh., Marienkapelle, 13./14.Jh, Goldene Kammer, 1642/43, Turmhaube 1680. Nach Kriegszerstörung bis 1966 wiederaufgebaut (K. Band, W. Schorn).
Dreischiffige Emporenbasilika mit zweitem Südschiff sowie Westbau mit Turm und sog. Kapitelsaal im 1. Turmgeschoß, Querhaus mit Apsiden und Langchor; Werksteinbau.
Historische Ausstattung
Fußböden
Goldene Kammer: schwarz-weißer Marmorfußboden, 17. Jh.
Gesamte Kirche einschl. Nebenräumen und Emporen: Trachyt, Basalt-Lava, 1950/60er Jahre
Glasfenster
Goldene Kammer: 5 Scheiben, 16. Jh.
Chor: 3 Fenster, 1892 (Dixon)
Chor: 6 Fenster, 1962/63 (W. Buschulte)
Sakristei: 2 Fenster, 1967 (W. Thonett, Fa. P. Winnen)
Wandfassungen
Äußeres südl. Seitenschiff: Fragment "Christus in der Kelter", 15. Jh.
Sakristei: 5 Mosaikfelder mit Darstellung der Propheten, 19. Jh.
Altäre
Chor: Hochaltar, 13. Jh.
Vierung: Altar, Gitter, Tabernakelstele, um 1958 (Karl Band),
Goldene Kammer: Mensa, 15./16. Jh. mit jüngeren Ergänzungen, Aufbau, 18. Jh.
Geläut
6 Glocken von 1962 (Petit & Gebr. Edelbrock)
Holzplastik
Gabelkruzifixus, 14. Jh., südl. Querhaus
Schutzmantelmadonna, 14. Jh., Schatzkammer
Hl. Bischof, um 1350, Mittelschiff
Thronende Maria mit Kind, um 1400, Schatzkammer
Pietà, um 1500, Schatzkammer
Maria, um 1500, südl. Querhaus
Johannes Evangelist, um 1500, südl. Querhaus
6 Reliquiendoppelbüsten, um 1500, Kapitelsaal
Schmerzensmann, 16. Jh., Mittelschiff
Standkreuz, 17. Jh., Schatzkammer
Hl. Antonius, 18. Jh., Mittelschiff
Kruzifix, 18. Jh., Pfarrheim
2 Engel, 18. Jh., Depot der Erzdiözese
Kruzifix, 19. Jh. (?), Sakristei
Madonna, 19. Jh. (?), Sakristei
Relief mit Anbetung der Hirten, 19. Jh., südl. Seitenschiff
Steinplastik
Madonna, um 1330, Mittelschiff
Pietà, 15. Jh., Mittelschiff
Schutzmantel-Ursula mit Stele, 15. Jh. (Tilman van der Burch zugeschrieben), nördl. Querhaus
Maria, um 1450, Südvorhalle
Salvator, um 1450, Südvorhalle
Relief mit Kreuztragung, 16. Jh., Mittelschiff
Relief mit Pfingstwunder, 17. Jh., Chor
Kriegerheiliger, 18. Jh, Südvorhalle
11 ursulinische Jungfrauen, 1889 (A. Iven), Chor
Gemälde
10 Tafeln mit Aposteldarstellungen, 13. Jh., südl. Querhaus
19 Tafeln des Ursulazyklus, um 1456, nördl. Querhaus
Tafel mit Mondsichelmadonna und Heiligen, um 1480, südl. Querhaus
Fragment einer Wandmalerei mit Darstellung Christus in der Kelter, 15. Jh., Südvorhalle
Tafel mit Ecce homo und hl. Ursula, 1515, südl. Vorraum der Empore
1 Flügel mit hl. Ursula und Stifter, um 1530 (Anton Woensam (?)), südl. Vorraum der Empore
Anbetung des Christkinds, 1565 (Joachim Beukelaer zugeschrieben), südl. Querhaus
Triptychon mit Kreuzigung Christi, 1572, Schatzkammer
Bildnis eines Kanonikers, 16. Jh., Kapitelsaal
Triptychon mit Verkündigung, 16. Jh., südl. Seitenschiff
Hl. Familie, 16. Jh, südl. Vorraum der Empore
Auffindung des Grabes der hl. Ursula, 17. Jh, nördl. Querhaus
Taufe des hl. Hippolyt, 17. Jh, Kapitelsaal
8 Gemälde mit Szenen aus dem Ursulazyklus, 17. Jh. (Johannes Buns), Kapitelsaal, Vorhalle, Schatzkammer, Pfarrheim
Christus am Kreuz, 17. Jh., Pfarrheim
Porträt Fochem, 1814 (Rs. Beckenkamp), Schatzkammer
14 Kreuzwegstationen, 19. Jh., Vorhalle, Schatzkammer
Grabdenkmäler
Grabplatte, romanisch, Chor aussen
14 Sarkophage, römisch, frühmittelalterlich, Vorhalle, nördl. Seitenschiff, nördl. Querhaus, südl. Seitenschiff, Goldene Kammer, Vorplatz, nördl. Seitenschiff aussen
Viventia-Sarkophag, 12. Jh., Mittelschiff
Grabmal der hl. Ursula, Sarkophag 15. Jh., Umbau, 1659 (J. T. W. Lentz), nördl. Querhaus
Weitere Ausstattung
132 Büsten, 13.-18. Jh., Kapitelsaal, Goldene Kammer, Chor
Truhe, 14. Jh., südl. Querhaus
Gobelin, 15. Jh., südl. Querhaus
Adlerpult, 17. Jh., Vierung
Tür, 17. Jh., Goldene Kammer
Wanddekoration, Wandschränke, 18. Jh., Goldene Kammer
2 Basilikastäbe, 17. Jh. (?), Pfarrheim, Schatzkammer
Beichtstuhl, 1611, Schatzkammer
3 Gitter, 17. und 19. Jh., Vorhalle
1 Bank, 18. Jh., südl. Empore
Kniebank, 19. Jh., Goldene Kammer
3 Beichtstühle, 19. Jh., südl. Vorraum der Empore, Südvorhalle
3 Scherenhocker, 19. Jh., Goldenen Kammer
1 Scherensessel, 19. Jh., nördl. Querhaus
Sockel des Ätheriusschreins, 19. Jh., nördl. Empore
Taufstein, 19. Jh., Deckel, 20. Jh., südl. Querhaus
Ursulaschiff, 1926, nördl. Querhaus
Tabernakel, 1935 (H. Rheindorf), Chor
Orgel, 1950er Jahre, Westempore
Schatz
Ätheriusschrein, um 1170, Chor
Ursulaschrein, 19. Jh. mit Resten von um 1160 (F. Bong, Wüsten, Hermeling), Chor
Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Paramente, Gemälde, Skulpturen, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen:
Paul Clemen, Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. IV, Düsseldorf 1934; Karen Künstler-Brandstädter, St. Ursula, in: Colonia Romanica XI/1996; Ulrike Bergmann, Die Goldene Kammer in St. Ursula, in: Colonia Romanica XI/1996.
Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.
Die Kirche St. Ursula ist ein Baudenkmal im Sinne von §2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von §2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert.
Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0