Wohnhaus
An der Bottmühle 5 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1181 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | An der Bottmühle 5, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.11.1982 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Objekt ist ein fünfgeschossiges, zweiachsiges, um 1905 errichtetes Wohnhaus. Durch die Zweiteilung der Fassade in eine Erkerachse (links) und eine breitere Balkonachse (rechts) wird eine Vertikalgliederung bewirkt. Horizontale Gliederungselemente stellen die in einer Linie liegenden Balkonbrüstungen und Fenstergesimse der Erkerachse dar. Die Vertikal-Tendenz wird erhöht durch die beidseitige Rahmung der Balkonachse mit verzierten Pilastern und stichbogenförmigem Verbindungsstück über der als Loggia gestalteten Balkonöffnung des vierten Obergeschosses. Diese Stichbogenform wiederholt sich in der Rahmung des Erkerfensters im vierten Obergeschoß sowie über der Türe. Als Stuckornamentformen sind bevorzugt florale Motive (auf den Pilastern und unter den Fenstergesimsen der Erkerachse) verwendet, die zum Teil in der Stuckierung des Hausflurs wiederholt werden (über Wand und Decke verlaufende, Fächer bildende Stuckornamentbänder und Stuckfries mit stilisierten Blumen unterhalb des Deckenansatzes). Insgesamt stellt der Hausflur mit der schwarzweißen Marmorverkleidung in Laufhöhe, mit Marmor verkleideten Stützbogenpfeilern und stuckiertem, geschwungenen Stützbogen sowie einem Jugendstil-Spiegel am Ende der Flurachse eine in originaler Form erhaltene Einheit dar. Ebenso sind das Treppenhaus (mit Stuckdecken bis zum vierten Obergeschoß, Jugendstil-Eisengeländer mit Holzlauf, Terrazzotreppe, Treppenabsätzen mit schwarzweiß ornamentierten Terrazzofliesen ab zweitem Obergeschoß und den bunten, bleiverglasten Flurfenstern), die Wohnungstüren (mit gravierten Jugendstil-Glasscheiben im ersten und dritten Obergeschoß und den mit den Verzierungen der Haustüre korrespondierenden Holzschnitzereien - stilisierten Apfelbäumen -) sowie einige Jugendstil-Stuckdecken (erstes und viertes Obergeschoß vorne) in ursprünglicher Form erhalten.
Das im Jugendstil errichtete Objekt zeichnet sich vor allem durch seine stilistische Reinheit aus, die nahezu unverändert erhalten ist. Durch die zum Teil sowohl bei der Fassadengestaltung als auch im Inneren verwendeten Schmuckelemente bildet das Haus eine durchgängige, bauliche Einheit. Mit der Gesamtbebauung dieser Straßenseite (nahezu lückenlose Reihung von überwiegend im Jugendstil errichteten Gründerzeitbauten) stellt das Objekt ein städtebauliches Ensemble dar. Es ist Dokument für die repräsentative Bauweise im südlichen Teil der Neustadt, wie sie von H.J. Stübben hier ursprünglich geplant war.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0