Wohn- u. Geschäftshaus

Antwerpener Straße 48 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1197
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Antwerpener Straße 48, 50672 Köln
Baujahrum 1898
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 01.12.1982
Stadtteil Neustadt/Nord

Um 1898 errichtetes Wohn- und Geschäftshaus mit fünf Geschossen und drei Achsen. Souterrain, Hochparterre und die drei Obergeschosse stellen durch den unterschiedlichen Fugenschnitt des Fassadenstucks und unterschiedliche Formenelemente in sich geschlossene Einheiten dar.

Über dem rustizierten Souterrain mit stichbogenförmigen Fenster- und Türöffnungen ist das Hochparterre durch kräftige Stuckbänder horizontal gegliedert. Die Rechteckfenster werden von volutenförmigen Konsolen bekrönt. Die Obergeschosse sind durch ein Geschoß- und ein Fenstergesims mit dazwischen angebrachten Balustraden vom Hochparterre und Souterrain abgesetzt und erhalten durch Stuckbänder mit flachem Fugenschnitt, Fenstergesimse, das kräftige Kranzgesims auf Konsolen und die in jedem Obergeschoß unterschiedlichen Fensterüberdachungen (erstes Obergeschoß Dreieckgiebel mit Muschelmotiven, zweites Obergeschoß halbkreisförmige Giebel mit Frauenköpfen, drittes Obergeschoß gerades Fenstergebälk) eine horizontale Gliederung.

Die rechte Achse ist vom ersten bis dritten Obergeschoß als Erker gestaltet und stellt mit den seitlich der Erkerfenster angebrachten Stuckverzierungen (weibliche Hermen im ersten Obergeschoß, säulenartige Pilaster im zweiten und dritten) ein vertikales Gliederungselement dar. Fensterüberdachungen mit reich verzierten Giebelfeldern im ersten und zweiten Obergeschoß binden die Erkerachse aber auch in das horizontale Gliederungsschema ein.

Die Fensterteilungen sind in überwiegend originaler Form erhalten, das Ladenlokal im Erdgeschoß mit einem originalen Schaufensterkasten ausgestattet.

Im Hausinneren sind die bunt ornamentierten Fußbodenfliesen im Flur, das Treppenhaus mit Holztreppe, Holzgeländer, Holzlauf und Antrittspfosten, den Flurfenstern mit originaler Fensterteilung, Stuckrosetten und Stuckleisten unterhalb der Treppenläufe, die Mehrzahl der Wohnungsabschlüsse und - in den Wohnungen - einige Zimmertüren und Stuckdecken in ursprünglichem Zustand.

Das Objekt zeichnet sich insbesondere durch die nahezu unveränderte, harmonisch gegliederte Fassade im Stil der Renaissance sowie durch die zahlreichen und handwerklich qualitätvollen Details im Hausinneren aus. Mit den benachbarten Häusern Nr. 50,52,46,42,40 und - auf der gegenüber liegenden Straßenseite - Nr. 55,51 und 61 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble. Es ist Dokument für die originale Bebauung der Antwerpener Straße, wie sie in dem ab 1881 von H.J. Stübben ausgeführten Neustadtplan ursprünglich vorgesehen war.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0