Wohnhaus
Dreikönigenstraße 1 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1237 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Dreikönigenstraße 1, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.12.1982 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Objekt ist ein um 1890 errichtetes Gebäude mit kirchlicher Funktion mit drei Geschossen, einem ausgebauten Dachgeschoß mit ähnlich gestalteten Ziergiebeln und sieben Achsen. Die Backsteinfassade (mit Fensterbänken in Werkstein) zeigt trotz der unterschiedlichen Breiten der ersten und zweiten bzw. sechsten und siebten Achse einen symmetrischen Aufbau: Von den beiden, über tief liegenden Hauseingängen mit Treppenaufgängen hat der in der dritten Achse eine untergeordnete Funktion; der Haupteingang liegt in der Mittelachse. Seine Spitzbogenlaibung wird von einem Wimperg (mit den Figuren St. Josef und Jesuskind) bekrönt. Darüber wird das Flurfenster von einem versenkten Backsteingewände mit Dreipaßmotiv eingefaßt. Mit den gotisierenden Motiven der Mittelachse korrespondieren die spitzbogigen, versenkten Fenstergewände im Hochparterre und in den Ziergiebeln der ersten und zweiten sowie der sechsten und siebten Achse des ausgebauten Dachgeschosses. Ein Fenstergesims trennt das Hochparterre vom ersten Obergeschoß; Wandvorlagen seitlich der dritten Mittelachsen stellen vertikal gliedernde Elemente dar.
Im Inneren des Hauses sind im Flur Deckenstuck, Marmorfußbodenfliesen, der Stützbogen und die Hoftüre in originaler Form erhalten; Holzflügeltüren mit Holzteilungen führen zum rechten und linken Haustrakt. Entsprechende Holzflügeltüren befinden sich in jedem Obergeschoß. Das Treppenhaus ist mit einer originalen Steintreppe mit Eisengeländer, Holzlauf und Antrittspfosten ausgestattet.
Die Rückfront des Hauses ist in Backstein gehalten. Im ersten Obergeschoß des rechten Haustrakts ist als rückwärtiger Kapellen-Ausbau ein Erker mit gotisierenden Fenstern vorhanden. Seitlich der Hoftüre ist eine Glocke mit schmiedeeisernem Gehäuse angebracht.
Das Objekt zeichnet sich aus durch die repräsentative Gestaltung der Fassade, die eine Mischform aus gotischen und Renaissance-Elementen darstellt. Die originalen Details im Inneren des Hauses sind ausgesprochen qualitätvoll und korrespondieren zum Teil mit den Fassadenverzierungen der Vorder- und Rückfront.
Mit dem umfangreichen, originalen Baubestand der Dreikönigenstraße zwischen Annostraße und Buschgasse (Nr. 1B,3,5,7,11,8,10,12,14,22,24a) bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble. Das kirchliche Gebäude, dessen Funktion bis heute beibehalten wurde, stellt ein bauliches Dokument für die ursprüngliche, kirchlich-soziale Organisation in diesem Teil des Severinviertels dar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0