Pfarrhaus
Garthestraße 15 · Riehl
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1245 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Pfarrhaus |
| Adresse | Garthestraße 15, 50735 Köln |
| Baujahr | um 1930 bis 1932 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.01.1983 |
| Stadtteil | Riehl |
1933/34 erbaut; Pfarrhaus von St. Engelbert; Architekt Dominikus Böhm. Zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach. Fenster und Haustür verändert. Rückwärtig im rechten Winkel anschließend: Begrenzungsmauer zum Garten (als Terrasse bzw. in neuerer Zeit als Anbau ausgebaut); an der dem Garten abgewandten Seite befinden sich der Seiteneingang der Kirche und der Hintereingang des Pfarrhauses. Links und rechts sich anschließende Einfriedungsmauer; rechts mit Durchfahrt, links mit zum Garten führendem Törchen und überleitend zur Kirche.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Wie viele andere Vororte wurde Riehl - seit etwa 1850 Militärstandort, seit Eröffnung von Zoo (1860) und Flora (1864) beliebtes Ausflugsziel der Kölner - 1888 nach Köln hin eingemeindet. Die bereits seit den 70er Jahren einsetzende planmäßige Erschließung des Stadtteils fand mit der nach Plänen von Dominikus Böhm neuerbauten Kirche St. Engelbert (1931) am Riehler Gürtel, am Rande des Mietbaubereichs und des Villenviertels gelegen, ihren Abschluß und zugleich ihren baulichen Höhepunkt. Zusammen mit den flankierenden Pfarrbauten entstand hier eines der frühesten nach einem einheitlichen Plan entwickelten Gemeindezentren des 20. Jahrhunderts, in dem das ebenfalls von Böhm entworfene o. g. Objekt einen unverzichtbaren integralen Bestandteil bildet. In der Verwendung von Klinkermauerwerk entspricht es dem Kirchenbau, dem es sich aber aufgrund seines schlichten äußeren Erscheinungsbildes unterordnet, auf diese Weise dessen Wirkung steigert und dem von einer Einfriedungsmauer umgebenen Komplex gemeinsam mit den übrigen Baukörpern sowohl inhaltliche als auch städtebauliche Geschlossenheit verleiht. Es wird daher zu einem wichtigen Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0