Kirchen- und Gemeindehaus (Teersteegenhaus)
Emmastraße 6 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1264 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirchen- und Gemeindehaus (Teersteegenhaus) |
| Adresse | Emmastraße 6, 50937 Köln |
| Baujahr | 1928 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.01.1983 |
| Stadtteil | Sülz |
Das Gemeindehaus (Tersteegenhaus), das für viele kirchliche Funktionen bestimmt ist, beherrscht die Ecke Emmastraße / Wittekindstraße in Köln-Sülz. Es entstand 1927/28 nach Plänen von Heinrich Mattar und Eduard Scheler.
Das dreigeschossige Bauwerk besitzt Klinkerfassaden mit Werksteinschmuck in expressionistischen Stilformen. Nach der Kriegsbeschädigung wurde das hohe Walmdach etwas verändert wieder aufgebaut, in den 50er Jahren wurde an der Gebäudeekke ein Glockenturm eingefügt.
Die Fassadengestaltung des Bauwerks gehört zu den besten Beispielen der expressionistischen Klinkerarchitektur in Köln. Das Spiel mit den Vor- und Rücksprüngen, der Vertikalrhythmus der Saalzone, nicht zuletzt auch die Bauornamentik über den Fenstern und im Bereich des Hauptportals weisen die Architekten als Meister in der Bewältigung der hier notwendigen Maßgliederung aus.
Die Einbettung des Gemeindehauses in das Geflecht von Wohnstraßen des Stadtteils Sülz beweist die Zusammengehörigkeit von Siedlungsgeschichte und Kirchenbau. Das Tersteegenhaus wurde entsprechend der Bevölkerungszunahme nach 1914/18 als zweites kirchliches Zentrum des Kölner Südwestens von der Paul-Gerhardt-Kirche in Lindenthal in den zwanziger Jahren "abgepfarrt".
Die Ecklage sichert dem Bauwerk eine erhebliche, städtebauliche Dominanz. Wichtig war hier einerseits die Betonung der Funktion (Gemeindehaus mit Kirchensaal), was durch die Fassadenstruktur deutlich wird, andererseits die Einbettung in die umgebende Wohnbebauung, was durch die Bauhöhe und durch die Übergangszone zur Bebauung an der Emmastraße gut geleistet wurde.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0