Kapelle Unbefleckte Empfängnis d. Vincenti...

Merheimer Straße 215 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1305
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKapelle Unbefleckte Empfängnis d. Vincenti...
Adresse Merheimer Straße 215, 50733 Köln
Baujahr1896 bis 1897
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 20.01.1983
Stadtteil Nippes

Die katholische Kapelle Unbefleckte Empfängnis Mariens, ein freistehender, neugotischer Backsteinbau mit Werksteingliederungen, entstand 1896-97. Die übergiebelte Eingangsseite im Osten, deren zentrales Motiv eine mit Maßwerk gefüllte Fensterrose ist, wird von zwei niedrigen Turmbauten flankiert, deren flache Zeltdächer nach dem zweiten Weltkrieg die ursprünglichen Spitzhelme ersetzten. Im Westen endet das Bauwerk mit einem eingezogenen Chor mit 5/8 Schluß.

Im Inneren liegt im Erdgeschoß ein Mehrzweck-Saal, die Kapelle im Obergeschoß ist als dreischiffige Halle gestaltet. Über schlanken Granitsäulen mit reichen Blattkapitellen erhebt sich ein Kranzrippengewölbe. Während die Fenster der Nordseite vermauert sind, öffnen sie sich im Süden und im Polygon-Chor in zweibahnigem Maßwerk (gestaltet von Paul Weigmann). Zur modernen Gesamtausstattung kommen eine gotische Sitzmadonna und ein barockes Kreuz.

Die doppelgeschossige Kapellen-Anlage vertritt den Typ der Kloster- bzw. Krankenhauskapellen neugotischer Stilrichtung wegen ihrer weitgehenden Erhaltung sehr gut. Der bisher unbekannte Architekt dürfte aus dem Umkreis des Vincenz Statz stammen. Besonders das Innenraumbild gehört trotz seiner Neufassung zu den bedeutendsten, neugotischen Räumen Kölns. Die Ansiedlung des Mutterhauses der Vinzentinerinnen, zu dem die Kapelle gehört, war ein wichtiger, karitativer Faktor für die Entwicklung des Vororts Nippes. Das angeschlossene Krankenhaus ist bis in die Gegenwart Zeuge dieses Engagements der Ordensgemeinschaft.

Für den nördlichen Teil der Merheimer Straße ist die Kapelle, zusammen mit der Backstein-Schule Ecke Simon-MeisterStraße, von großer Wichtigkeit, um so mehr als der Kloster- und Krankenhauskomplex durch Modernisierung der Fassaden hier erheblich an städtebaulicher Wirkung eingebüßt hat.

Die Unterschutzstellung umfaßt das Gebäude sowie seine feste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0