Wohnhaus
Achterstraße 15 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1350 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Achterstraße 15, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.03.1983 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Südstadt (Severinsviertel), da es den Ausbau des südlichen Teils der Altstadt dokumentiert, der die Wohnbedürfnisse der Angestellten und Arbeiter der hier neu entstandenen Industrie befriedigen sollte.
Das Haus, um 1880 gebaut, stellt ein typisches Beispiel eines Miethauses für mittlere Angestellte und Vorarbeiter der umliegenden Betriebe (Stollwerck, Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal u.a.) dar. In Grundzügen ein dreieinhalb-geschossiges, rheinisches Dreifensterhaus mit Stuckfassade im Stil der italienischen Renaissance, so wie sie bei den Miethäusern nach 1880 in Köln üblich waren: Klare, horizontale Trennung einzelner Geschosse von einander durch - nach oben immer schmaler werdende Gesimse, rustizierte Bänderung des Untergeschosses und des ersten Geschosses, Übergiebelung der Fenster im ersten Obergeschoß, gerade, gebälkartige Fensterüberdachung im zweiten Obergeschoß und Fensterumrahmung mit flachen Putzfeldern im Drempelgeschoß. Das Dekor und seine Plastizität nehmen mit zunehmender Geschoßzahl ab. Diese Erscheinung sowie das Vorhandensein des Drempelgeschosses dokumentieren die soziale Bestimmung des Hauses. Als eine ästhetische Einheit mit der Hausfassade ist auch die teilweise erhaltene Innenausstattung zu betrachten (Holztreppe mit gedrechseltem Geländer, Stuckdeckendekor im Unter- und ersten Obergeschoß, zwei originale Wohnungs- und weitgehend erhaltene Zimmertüren, Fußbodenfliesen im Flur, gußeiserne Abflußbecken im Treppenhaus).
In der Korrespondenz, in Maß und Proportion mit den Häusern Achterstraße 11, 11a, 9, 13 und 28 stellt das Haus einen Teil eines Komplexes von Miethäusern mit ähnlicher, sozialer Bestimmung und ästhetischer Gestaltung dar. Eine Steigerung des Erhaltenswertes des Hauses entsteht durch die Tatsache, daß es zu den wenigen dieses Ensembles gehört, die in ihrem äußeren Bild original erhalten geblieben sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0