Wohnhaus
Helenenwallstraße 26 · Deutz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1410 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Helenenwallstraße 26, 50679 Köln |
| Baujahr | um 1860 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.04.1983 |
| Stadtteil | Deutz |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Deutz, da es die ursprüngliche, städtische Erstbebauung dieses Orts dokumentiert. Nachdem Deutz in der Mitte des vorigen Jahrhunderts wegen seiner günstigen Lage zum Eisenbahnknotenpunkt geworden war, kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und schnellen Bevölkerungszuwachs, die eine rege Bautätigkeit zur Folge hatten. Innerhalb der Deutzer Befestigungsmauern entstanden in den folgenden Jahrzehnten ganze Straßenzüge mit den für Köln typischen Dreifensterhäusern.
Das viergeschossige Haus (gebaut vor 1870) zeigt eine schlichte, hellgrüne Putzfassade mit vier schmalen Gurtgesimsen, die die einzelnen Geschosse voneinander trennen und Fenstergewänden. Flachbogenfenster, die für diesen Typus des Dreifensterhauses charakteristisch sind, bewirken eine leichte Rhythmisierung der somit ruhigen Fassade. Zum originalen Bestand des Hauses gehören eine schmale Holztreppe und mehrfarbige Fußbogenfliesen im Eingangsflur.
Eine später erfolgte Aufstockung des Gebäudes (um 1910, nachdem die Befestigungsanlage 1907 von Deutz beseitigt wurde) ist insofern interessant, als sie einen umsichtigen Umgang beim Ausbau von älterer Bausubstanz zeigt.
Städtebaulich bildet das Haus Helenenwallstraße 26 zusammen mit den Gebäuden Nr. 22, 28 und 30 eine geschlossene Hausfront, die annähernd die ursprüngliche Altstadtkulisse wiedergibt, die sich deutlich von der späteren Bebauung und Parkanlage des Rayongeländes abhebt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0