Wohnhaus

Tempelstraße 33 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1439
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Tempelstraße 33, 50679 Köln
Baujahrum 1870 bis 1880
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 12.04.1983
Stadtteil Deutz

Bei dem Objekt handelt es sich um zwei dreigeschossige, vierachsige Wohnhäuser. Die Backsteinfassade des rechten Hauses ist horizontal durch Fenster- und Geschoßgesimse und Ziergebälk über den Fenstern im ersten Obergeschoß gegliedert; die Erdgeschoßfenster sowie die Haustüre in der zweiten Achse sind von profilierten Stuckgewänden eingefaßt. Alle Fensterteilungen sind original.

Im Hausinneren sind der bunt ornamentierte Fliesenfußboden im Flur und die Holztreppe mit Holzgeländer und -lauf in ursprünglichem Zustand.

Beim links angrenzenden Nebenhaus ist die Backsteinfassade vertikal zweigeteilt. Die Fenster der dritten und vierten Achse sind im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß durch Stuckgewände und Stuckverzierungen (Konsolen unter den Fensterbänken im ersten Obergeschoß) zu einer Einheit zusammengefaßt. Die Fensterteilungen sind überwiegend original, vor den Erdgeschoßfenstern der dritten und vierten Achse sind schmiedeeiserne Gitter erhalten.

Die beiden Häuser zeichnen sich vor allem durch ihre Fassaden im klassizistischen Stil aus, die - überwiegend in Backstein ausgeführt - einfache Varianten des klassizistischen Wohnhauses im Kölner Raum darstellen. Mit dem unmittelbar angrenzenden, ebenfalls in Backstein errichteten Gotteshaus der evangelischen Kirchengemeinde sowie mit den original erhaltenen Häusern im näheren Umkreis (Tempelstraße 16, Ecke Arminiusstraße, Tempelstraße 4 - 6) bildet das Objekt eine städtebauliche Einheit.

Als ehemalige Schulgebäude, die später zu Pfarrhäusern umfunktioniert wurden und heute ein Mädchenwohnheim sowie eine Taufkapelle beherbergen, stellen die Bauten Dokumente für die ursprüngliche, sozialfunktionale Gliederung im innerhalb des alten Festungsrings gelegenen Deutz dar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0