Wohnhaus
Helmholtzstraße 62 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1898 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Helmholtzstraße 62, 50825 Köln |
| Baujahr | 1929 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.11.1983 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Die Gebäudegruppe Helmholtzstraße 62 - 74 / Gumprechtstraße 23 und Hospeltstraße 46 ist bedeutend für die Geschichte des Stadtteils Ehrenfeld. Die Gebäude stehen in einem geschlossen erhaltenen Häuserverband einer geplanten Straßenanlage aus der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende. Die Straßenplanung steht in direktem Zusammenhang mit der städtebaulichen Planung um den Helmholtzplatz. Es handelt sich hierbei um eine relativ frühe, städtisch gelenkte Wohnbaukonzeption, die sich bewußt gegen die bisherige, zufällig gewachsene Gemenge-Lage von Industrie- und Wohnbauten im angrenzenden Gebiet (Leyendeckerstraße und Hospeltstraße u.a.) absetzt und städtebaulich funktional und sozial an die Bebauung der Gumprechtstraße und nördlich der Venloer Straße (Alpener Platz und -straße) anschließt. Die einheitliche Bebauung mit Mietwohnbauten für den Mittelstand und die Arbeiterbevölkerung sind eine Fortsetzung der früheren, individuelleren Bauten, die in Ehrenfeld von wenigen, kleineren Bauunternehmern ausgingen.
Die drei- bis viergeschossige Wohnhausgruppe mit betonten Ecken und Eingangsachsen in nüchterner, funktionaler Bauweise wurde im Auftrag der GAG 1929 errichtet. Die flächige Putzfassade wird durch Backsteinpartien, gestaffelte, kubische Baukörperformen, insbesondere an den Ecken und den Rückfronten, sowie die Fenster mit ihren Sprossenteilungen gegliedert.
Abgesehen von der im Inneren noch erhaltenen, ursprünglichen Grundrißstruktur sind die originalen Fußböden im Hausflur, die Terrazzotreppen, die alten Wandfliesen im Treppenhaus, die größtenteils noch vorhandenen, abstrakten, farbigen Glasfenster, die in die Wand eingelassenen, originalen Briefkästen sowie die originalen Wohnungs- und Zimmertüren von besonderer Bedeutung für die erhaltenswerte Bausubstanz.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0