Wohnhaus
Am Südpark 51 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1911 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Am Südpark 51, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.12.1983 |
| Stadtteil | Marienburg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Marienburg, da es ein wesentliches Element des weitgehend erhaltenen Villenvororts aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt. Dieses Ensemble, gelegen auf einem hochwasserfreien Hügel in Stadtnähe, steht nahe den Resten eines römischen Flottenkastells, auf dessen Grundmauern im 18. Jahrhundert eine Windmühle errichtete wurde. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gelände nach Plänen des Stadtbaumeisters H.J. Stübben eine Villenkolonie, benannt nach dem örtlichen Gutshof, angelegt. Bedeutende deutsche Architekten wie Paul Bonatz, Otto March, Hermann Olbrich und andere haben hier wertvolle und unverzichtbare Beispiele repräsentativen Wohnens zusammen mit den gleichzeitig angelegten Gärten und Parkanlagen geschaffen.
Die um 1925 erbaute, zweigeschossige Villa hängt durch einen Verbindungstrakt mit der Villa Nr. 49 zusammen, die die gleichen Stilelemente aufweist. Das fünfachsige Gebäude ist ein Putzbau mit von Stuck umrandeten Fenstern. Die Eingangsfassade wird von einem halbrunden Portikus bestimmt, der auf zwei Werksteinwänden ruht und im ersten Obergeschoß einen Balkon mit einfachen Eisengittern trägt. Das halbrunde Gewände der Balkontüre gleicht dem der Eingangstüre in Haus Nr. 49 (im Erdgeschoß kleinere Fensteröffnungen für Nebenräume, große Freitreppe und Vorgarten). Die rückwärtige Fassade ist mit breitem Balkon dem kleinen Garten zu geöffnet.
Das Innere weist noch den originalen, klassisch repräsentativen Ausbau auf: Originale Türen, Holzvertäfelungen, Holztreppe mit -geländer, Heizkörperverkleidungen und Einbauschränke im ersten Obergeschoß, originale Fenster mit Vergitterungen. Bemerkenswert die Stuckdecken mit Kehlleiste, vor allem eine sogenannte Kölner Decke im kleinen Wohnraum. Marmorfensterbänke, Bodenbelag in Steinplatten. Das Dachgeschoß wurde später ausgebaut.
Zwischen den repräsentativen, neoklassizistischen Häusern Nr. 49 und 51 steht über dem erdgeschossigen Verbindungstrakt ein Mittelpavillon als leichter, dem Garten und dem Südpark zugewandten Belvedere. Die städtebaulich reizvolle Architektur versteht sich in der repräsentativen Randbebauung zum Park als ein unverzichtbares Element im Ensemble-Bereich von Marienburg.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0