Hofanlage Heinrichshof
Heinrichshofweg 4 · Fühlingen
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2125 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Hofanlage Heinrichshof |
| Adresse | Heinrichshofweg 4, 50769 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.02.1984 |
| Stadtteil | Fühlingen |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Fühlingen, da es die ursprüngliche Dorfbebauung dieses Ortsteils dokumentiert. Das Dorf Fühlingen, zwischen Chorweiler und Worringen im Norden Kölns gelegen, hat seinen dörflichen Charakter bis in die heutige Zeit bewahren können. Die ländliche Ansammlung von Höfen und Häusler-Stellen erhielt erst 1887 eine eigene Kirche, die heute reizvoll am Ende des Fühlinger Sees (künstlicher Baggersee) liegt. Ein weiterer Teil des Fühlinger Ackerlandes wurde als Bauland für das stark expandierende Chorweiler verwendet. Als Entlastung zu diesem baulich verdichteten Stadtraum sollte Fühlingen seinen ländlichen Charakter erhalten, der durch das o.g. Gebäude dokumentiert wird.
Der laut Angaben des Besitzers etwa 1877 erbaute Heinrichshof (laut Angabe von 412 um 1890 erbaut) stellt eine geschlossene Hofanlage aus Ziegelstein-Mauerwerk mit einem zweieinhalb-geschossigen, fünfachsigen Herrenhaus dar. Das Anwesen wurde vom Arenzhof aus begründet und liegt am Rand des Dorfkerns. Ein sehr schöner, parkähnlicher Garten schließt sich nach Süden hin an. Das Gebäude ist durch Lisenen und Pfeilervorlagen sparsam gegliedert und axial aufgeteilt. Vor die rückwärtige Fassade wurde in neuerer Zeit eine Veranda gesetzt (Herrenhaus mit Zeltdach).
Im Inneren ist der Fußboden des Eingangs in schwarzweißen Marmorplatten gehalten mit ornamentaler Einlage in der Mitte. Darüber ist ein Kranzgewölbe auf figuralen Konsolen (innerhalb der geraden Flurdecke) vorhanden. Alle Türen (einschließlich der Haustüre) sind original, wie auch die zweiflügeligen Fenster. Eine breite Buchentreppe mit Holzgeländer führt ins Obergeschoß. Kellergewölbe, originale Einfriedung.
Der Heinrichshof dokumentiert das von einer wirtschaftlichen Blüte getragene, ländliche Bauen gegen Ende des 19. Jahrhunderts im ländlichen Raum, wobei städtische Einflüsse unverkennbar sind. Das Anwesen ist auch von der besonders guten Erhaltung her bemerkenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0