Wohnhaus
Annostraße 35 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2153 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Annostraße 35, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1870 bis 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.03.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau seines südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung angesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Dreifensterhäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das dreieinhalb-geschossige Haus wurde um 1870 - 1880 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade (mit originaler Haustüre) mit Stuckgliederung im Stil der französischen Renaissance (Betonung der Mittelachse im ersten und zweiten Obergeschoß).
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Fußbodenfliesen im Hausflur, Holztreppe im Treppenhaus, Stuckdecken im ersten Obergeschoß und originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das Objekt stellt das für die Kölner Innenstadt bis zur Jahrhundertmitte charakteristische Dreifensterhaus auf L-förmigem Grundriß dar. Der Rückgriff auf diesen Bautyp, auch noch in den siebziger Jahren, dokumentiert den verspäteten Ausbau der südlichen Altstadt.
Mit den Häusern 6, 22, 46, 48, 52a bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble von Dreifensterhäusern mit hohem Seltenheitswert, das bis heute das Erscheinungsbild der Annostraße prägt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0