Wohnhaus

Biberstraße 22 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2223
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Biberstraße 22, 50678 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 10.04.1984
Stadtteil Altstadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-Fenster-Häusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.

Das dreigeschossige Haus Biberstraße 22 wurde um 1905 errichtet. Es zeigt eine zweiachsige Fassade mit Stuckgliederung, Jugendstildekor und originalen Fenstern. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: Fliesenfußboden im Hausflur, Holztreppe im Treppenhaus und originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt eine Variante des bis zur Jahrhundertmitte für die Kölner Innenstadt charakte

ristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar. Aufgrund des schmalen Baugrundstücks ist auf eine Achse verzichtet worden, so daß ein schmales Zwei-Fenster-Haus entstand. Dieser Haustypus ist charakteristisch für die Bebauung der Biberstraße, im Abschnitt zwischen der Zugasse, Zwirnerstraße und dem Hafen. Das o. g. Objekt stellt einen integralen Bestandteil dieses städtebaulichen Ensembles von Häusern, die für Arbeiter bzw. kleine Gewerbetreibende bestimmt waren. Es gehört - dies ist auch in seiner stilistischen Orientierung erlesbar - zu den jüngsten Bauten dieses in Köln einmaligen Ensembles.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0