Wohn- u. Geschäftshaus
Friesenstraße 19 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2258 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Friesenstraße 19, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1860 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.04.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es einer der in geringer Zahl erhaltenen Bauten des 19. Jh. in der Altstadt ist. Die Friesenstraße selbst ist eines der wichtigsten Beispiele erhaltenen Straßenraums aus den 60er bis 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Kölner Altstadt.
Das um 1860 errichtete Wohn- und Geschäftshaus befindet sich innerhalb der Ringe vom Altstadtbereich und veranschaulicht das typische Kölner Drei-Fenster-Haus mit zusätzlichem 3. OG. Im Erdgeschoß ist neben dem Eingang ein Laden im Originalzustand erhalten geblieben. Erdgeschoß und 1. OG weisen breite horizontale Stuckfugen auf, in die die Fenster mit einem Rahmenfries eingesetzt sind. Die beiden originalen Schaufenster im EG werden durch die zeittypisch verzierte gußeiserne Säule getrennt. Im 1. OG wurde die Brüstung glatt ausgeführt. Durch leicht gebogene Fenstergiebel im 1. OG, gerade Fensterbankgesimse in allen Geschossen und Gesimse über den Stichbogenfenstern des 2. OG ergibt sich eine starke horizontale Gliederung, die dem klassizistischen Gesamteindruck des Wohnhauses entspricht. Ein Kreuzgesims mit Zahnschnittfries leitet zum Satteldach mit zwei kleinen Dachgauben über. Die Geschosse nehmen nach oben hin deutlich an Höhe ab (stilrichtig erneuerte Fenster). Das Innere wird durch eine links gelegene (neue) Haustür erschlossen. Eine einläufige Holztreppe mit Resten der Stuckornamentik an der Wand (Pfeilervorlage) und der Decke (Rosette) sind vorhanden. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein original erhalten geblieben. Die Friesenstraße weist die hier in der Altstadt typische, schmale und lange Parzellierung auf, die nur schmale Häuserfronten in der ebenfalls recht schmalen Straßenflucht gestattet. Eine sorgfältige Restaurierung der gegenüberliegenden Häuserzeile und sehr behutsame Neubauten in der Nachbarschaft machen das Haus Nr. 19 zu einem unverzichtbaren Teil des Straßenraums. Er wird von der Architektur des Historismus geprägt - in ihm dokumentiert sich aber auch noch die kleinteilige mittelalterliche Parzellierung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0