Wohn- u. Geschäftshaus
An der Eiche 3 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2284 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | An der Eiche 3, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-FensterHäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das viergeschossige Haus An der Eiche 3 mit Ladenlokal wurde um 1890 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade aus gelbem Backstein mit Stuckgliederung im Stil der italienischen Renaissance. Zwei originale Dachhäuschen verlängern die Fassade in die Dachzone; eine originale Haustür korrespondiert mit dem Fassadendekor. Im Hausinneren ist eine Holztreppe erhaltungswürdig. Das o. g. Objekt stellt das für die Kölner Innenstadt bis zur Jahrhundertmitte charakteristische Drei-Fenster-Haus über L-förmigem Grundriß dar. Der Rückgriff auf diesen Haustypus auch noch in den 90er Jahren dokumentiert den verspäteten Ausbau der südlichen Altstadt. Mit dem Nachbarhaus Nr. 1 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble; sie korrespondieren miteinander in Maß, Proportion, Stil, Fassadenmaterial und Bestimmung. Gemeinsam mit dem Eckhaus Nr. 1 prägen diese Häuser maßgebend das Erscheinungsbild des Platzes An der Eiche und vermitteln gleichzeitig einen Eindruck des originalen Zustands dieses "Straßenknotens".
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0