Wohnhaus
Quentelstraße 11 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2391 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Quentelstraße 11, 50678 Köln |
| Baujahr | 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.05.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des vorigen Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen DreiFenster-Häusern auf L-förmigen Grundriß bebaut.
Das viergeschossige Wohnhaus Quentelstr. 11 wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Stuckfassade mit Gliederung im Stil der französischen Neorenaissance. Stilechte Fenster sowie eine stilechte Haustür ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Fußbodenfliesen und Stuckdekor (Wandpilaster) im Hausflur und eine Holztreppe mit Holzgeländer im Treppenhaus. Das o. g. Haus stellt das ehemals für Köln charakteristische Drei-Fenster-Haus dar. Als solcher Haustypus steht es im städtebaulichen Zusammenhang mit Bauten der nahen Umgebung (Annostr. 35, 4, 6, 18 - 22, 46 und 48, Dreikönigenstr. 11, 8, 10, 12, 14, 22 u. v. a.). Diese Häuser korrespondieren untereinander in Maß, Proportionen, Stil (Neorenaissance) sowie sozialer Bestimmung und prägen wesentlich das Erscheinungsbild des Severinsviertels.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0