Wohnhaus
Klettenberggürtel 81 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2462 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Klettenberggürtel 81, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.06.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Der Klettenberggürtel bildet in etwa die Grenze zwischen der Bebauung vor 1914 und den späteren mehr von Siedlungsgesellschaften oder Eigentümern erstellten Häusern.
Das vierachsige Wohnhaus aus der Zeit um 1908 überrascht durch die Einführung eines Sockelgeschosses, das als Souterrain (evtl. gewerblich) früher genutzt wurde. Der sehr schlichte Putzbau, der deutlich hinter dem formalen Anspruch seiner Nachbarbauten zurücksteht, ergänzt die Gruppe durch seine historischen Proportionen und den zeittypischen Aufbau. Die vierachsige Fassade wird durch einen zweiachsigen Mittelrisalit akzentuiert, der mit sparsamem Stuckdekor geschmückt ist. Der Schmuckgiebel im DG fehlt, jedoch besitzt das Hochparterre und das 2. OG noch die originalen fein differenzierten Holzfenster. Die Putzfassade mit Stuckgliederung ist in den OGs axial. Haustür neu. Rückwärtige Fassade in Backstein. Im Innern entspricht der Ausbau des Eingangs mit Marmortreppen und seitlicher Marmorverkleidung sowie einem Wandfries der repräsentativen Lage des Gebäudes. Terrazzotreppe mit Eisengeländer. Die Wohnungen wurden renoviert. Städtebaulich steht das Objekt im spannungsreichen Gegensatz zum Haus Nr. 83, dessen reiche Jugendstilfassade den stilistischen Wandel des Bauens zwischen 1905 und 1908 deutlich macht. Der kunsthistorische Bezug besteht durch die Häuser 59 und 81, die die zeitgenössische Pfarrkirche St. Bruno einrahmen bzw. ihr Umfeld bilden.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0