Wohnhaus
Schützenhofstraße 14 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2481 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Schützenhofstraße 14, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.06.1984 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Mülheim, da es den Ausbauprozeß dieser, bis 1914 selbständigen Stadt, dokumentiert. Aufgrund der günstigen Verkehrslage (Rheinhafen, Straßen- und seit ca. 1850 Eisenbahnknotenpunkt) und der historisch-politischen Gegebenheiten (Tradition der religiösen Freiheit) entwickelte sich Mülheim im 19. Jh. aus einer Gewerbestadt zum industriellen Vorort (Waggonfabrik Zypen & Charlier 1846, Bleiweißfabrik Lindgen & Söhne 1851, Walzwerk Böcking & Cie. 1872, Drahtseilerei Felten & Guilleaume 1874). Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Bevölkerungszuwachs, der zur raschen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe der neuen Industrieanlagen führte.
Das viergeschossige Wohnhaus Schützenhofstraße 14 wurde um 1900 errichtet. Es zeigt eine vierachsige Fassade mit Stuckgliederung und -dekor im historischen Stil (mit Jugendstileinfluß im Detail). Originale Fenster ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: ein Terrazzofußboden im Hausflur, eine Holztreppe mit Holzgeländer und originale Wohnungseingangstüren im Treppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Mit dem Nachbarhaus Nr. 12 bildet das o. g. Objekt ein "Doppelhaus" mit jeweils individuell gestalteten Einzelfassaden. Dieses Doppelhaus stellt seinerseits einen Bestandteil des städtbaulichen Ensembles von Gründerzeitbauten dar, die das Erscheinungsbild dieser Gegend (Schützenhof-, Hacketäuer- und Berliner Straße) prägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0