Wohn- u. Geschäftshaus
Eigelstein 118 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2676 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Eigelstein 118, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1880 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau ihres nördlichen Teils dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Vor allem wurden die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels ausgenutzt und mit Häusern je nach Lage unterschiedlicher sozialer Bestimmung bebaut.
Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit einem Giebelgeschoß Eigelstein 118 wurde um 1880 bis 1890 errichtet. Es zeigt eine vierachsige rote Backsteinfassadde mit Stuckgliederung im Stil der deutschen Neorenaissance. Ein hoher Volutengiebel sowie ein Löwenkopf (2. OG) markieren die Fassadenmitte, die zusätzlich noch durch die Andeutung eines Erkers betont ist. Teilweise originale Fenster (1. und 2. OG) ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: der teilweise erhaltene Fliesenfußboden im Hausflur, die Holztreppe mit Holzgeländer und die originalen Wohnungsabschlußtüren im Treppenhaus, die Stuckdecken in den Wohnzimmern sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Mit den Bauten Eigelstein 120, Thürmchenswall 4 und 6 sowie Gereonswall 1 und 5 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble gründerzeitlicher Häuser, das das Erscheinungsbild der nächsten Umgebung der Eigelsteintorburg prägt und für den nördlichsten Teil der Altstadt einen hohen Seltenheitswert darstellt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0