Wohnhaus

Helmholtzstraße 80 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2815
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Helmholtzstraße 80, 50825 Köln
Baujahrum 1908
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 07.03.1985
Stadtteil Ehrenfeld

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Helmholtzstraße ist eine breite Allee mit Industrieansiedlungen im Nordwesten Ehrenfelds.

Das etwa um 1908 erbaute 3geschossige Wohngebäude mit drei Achsen besitzt eine Putz-/Stuckfassade im klassischen Jugendstil. Das Haus ist Teil einer Dreiergruppe von Nr. 78 bis Nr. 82, wobei dieses Gebäude die architektonisch akzentuierte Mitte bildet, während die Häuser 78 und 82 als nahezu gleiche Seitengebäude ausgeführt wurden. Im Innenausbau sind ebenfalls in den Eingängen die Wandfliesen und der Terrazzoboden sowie Treppen und Türen gleich ausgebildet. Das Haus Nr. 80 erhält seine Plastizität durch einen rechteckigen Erker und einen Schmuckgiebel, der deutlich höher als die der beiden Seitengebäude ist. In der Gesamtgliederung, der unterschiedlichen Struktur des Putzes und der sparsamen Verwendung von Stuckornamenten ähneln sich die Gebäude. Im Innern sind schöne Jugendstilfliesen, Terrazzoboden und -treppe mit Holzgeländer sowie größtenteils originale Türen der Wohnungen und Zimmer im einfachen Jugendstil erhalten geblieben. Städtebaulich ist die Gruppe eine unverzichtbare Ergänzung der denkmalgeschützten Zeile Nr. 62 - 74, die die Ausläufer der historisierenden Bebauung am Rande Ehrenfelds dokumentiert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0