Wohnhaus
Vinzenzallee 13 · Lövenich
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2904 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Vinzenzallee 13, 50859 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.03.1985 |
| Stadtteil | Lövenich |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Lövenich, da es die Erstbebauung bzw. den ursprünglichen dörtlichen Charakter dieses Ortsteils dokumentiert. Der Ort wird bereits um 1000 mit der Kirche St. Severin urkundlich erwähnt und ist weitgehend seit der zweiten Hälfte im Besitz des Johanniterordens. In der Säkularisation gehen die Höfe in privaten Besitz über. Die wichtigsten Höfe u. a. Mertenshof, Odemshof und Keuschhof bestehen noch immer im Umkreis der alten, seit dem 12. Jh. bestehenden, Pfarrkirche St. Severin. Der Dorfcharakter blieb im Kern weitgehend erhalten. Die Vinzenzallee ist eine neuere Wohnstraße außerhalb des eigentlichen Dorfkerns.
Das um 1924 erbaute Einfamilienhaus ist im klassizistischen Landhausstil erbaut. Zur Straße hin ist der 1geschossige, von einem hohen ausgebauten Walmdach gedeckte Putzbau axial gegliedert. Die vier, jeweils zu zweit zueinander geschobenen Pariser Fenster stehen auf einem Sockel, der das EG deutlich über das Niveau des Vorgartens (mit originaler Einfriedung) hebt. Im DG zeigen die Fenster eine rhombenartige Sprossenaufteilung. Der seitliche Hauseingang mit (erneuerter) Haustür wird über eine kleine Steintreppe erreicht. Die rückwärtige Fassade ist bemerkenswerterweise nicht axial gegliedert; die breite Terrasse ist nur rechts vor den großen Wohnraum gesetzt, während die Nebenräume zwei Fenster zum Garten aufweisen. Im Innern ist die kassettierte Decke des Wohnraums erhaltenswert, ebenfalls die schöne Stuckdecke des straßenseitigen Raums (zeitgenössische Verblendungen der Gußheizkörper). Im Wohnzimmer ist ein nachträglich eingebauter älterer Marmorkamin bemerkenswert (Terrazzotreppe zum 1. OG aus späteren Umbau). Die Villa soll das Landhaus eines Kölner Fabrikanten gewesen sein. Sie ist neben dem Haus Nr. 11 das älteste Gebäude dieser überwiegend von Einfamilienhäusern aus den 50er und 60er Jahren d. Jh. bebauten Straße. Der sehr gepflegte und relativ geschlossene Zustand macht das Haus erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0