Wohn- u. Geschäftshaus
Annostraße 51 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2923 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Annostraße 51, 50678 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.04.1985 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau ihres südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstdt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in umnittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren d. v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Dreifensterhäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das 4geschossige Haus mit Ladenlokal und Toreinfahrt von der Buschgasse aus wurde 1907 errichtet. Es zeigt zwei Fassaden (zwei Achsen zur Annostraße, eine Achse zur Buschgasse) im Jugendstil mit barockisierenden Dekorelementen. Ein Rundgiebel mit Stuckrelief im Giebelfeld krönt das Tor zum Hof (Buschgasse 26). Im Hausinnern sind Terazzofußboden im Hausflur und Terrazzotreppe mit Eisengeländer und Holzlauf erhaltungswürdig. Mit dem Nachbarhaus Nr. 53 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble, das das originale Erscheinungsbild der Straßenfront sowohl der Annostraße als auch der Buschgasse als Relikt dokumentiert. In der Annostraße korrespondiert das o. g. Haus im Jugendstil mit Nr. 100; in der Buschgasse paßt es sich der niedrigeren (3geschossigen) Bebauung an, indem es auf das 3. OG zugunsten eines Balkons verzichtet. Die fast symmetrische Korrespondenz mit dem Nachbarhaus (Nr. 53) bildet eine ästhetische Antwort auf die Gestaltung der Gabelkreuzung der Buschgasse und Quentelstraße mit Park auf der einen und dem ehem. GEWGebäude auf der anderen Straßenseite.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0