Wohnhaus
Ortsgeschichtliches Zeugnis legt die kleine Hofanlage aus der Mitte des 19. Jh. ab für die Entstehung und den sozialen und wirtschaftlichen Charakter des alten Bauern- und Fischerdorfs, das 1888 mit Longerich nach Köln eingemeindet wurde. Die Sebstianstraße folgt dem Lauf einer römischen Verkehrsstraße und darf als einer der ältesten Niehler Siedlungskerne angesehen wurden, der noch bis heute den dörflich-ländlichen Ortscharakter bewahrt hat.
Bauhistorisch bemerkenswert ist das 2geschossige, 3achsige, satteldachgedeckte Traufenhaus aus rotem Backstein. Es ist, bis auf schwach gekrümmte Fensterstürze und ein aufwendig mit Konsolimitation und Zahnschnitt gemauertes Dachgesims, schlicht und schmucklos gebaut; Tür und Fenster sind stilistisch nicht richtig, wenn auch nicht entstellend erneuert. Im Innern die alte hölzerne Treppenanlage sowie Reste eines gefliesten Hausflurbodens.
Das Haus ist das Wohnhaus einer kleinen Hofanlage, die in den Dörfern rings um Köln häufig anzutreffen ist und die von der Straße durch ein Tor neben dem Wohnhaus zugänglich war. Von Wirtschaftsgebäuden und der am Parzellenende quergestellten Scheune sind noch die Grundmauern vorhanden; teilweise wurde hier aufgestockt, die Dachzonen sind verändert, das Scheunendach fehlt.
Städtebaulich wichtig ist das Gebäude und die Anlage als Teil einer größeren ähnlichen Häusergruppe (Nr. 188, 190, 198, 200, 202), die hier das alte Orts- und Straßenbild unmittelbar ablesbar macht.
Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln
- Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_3383- Typ
- Gebäude-Denkmal
- Bezeichnung
- Wohnhaus
- Adresse
- Sebastianstraße 196 , 50735 Köln
- Stadtteil
- Niehl
- Baujahr
- um 1850
- Eigentum
- privates Eigentum
- Denkmal seit
- 24.12.1985
- Koordinaten
50.99050° N, 6.96201° E