Wohn- u. Geschäftshaus
Taunusstraße 11 · Humboldt/Gremberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3535 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Taunusstraße 11, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.04.1986 |
| Stadtteil | Humboldt/Gremberg |
Nach städtischem Bebauungsplan auf (ehem.) werkseigenem Gelände der Kalker "Maschinenbauanstalt Humboldt" errichtet und von werksbeauftragten Architekten abwechslungsreich gestaltet, repräsentiert das um 1910 errichtete Mietwohnhaus die ursprüngliche Bebauung der ehem. Deutzer "Humboldtkolonie" und einen Versuch zur Hebung von Straßenbild und Wohnqualität durch einfache Gestaltungsmittel.
Trotz der entstellten Veränderung des Erdgeschosses (Fliesung, Gaststätteneinbau, neue Türen) bestimmt die flache, dekorative Stuckfassade des 3geschossigen, 3achsigen, mansarddachgedeckten Hauses mit hohem, übergiebelten Mittelrisalit das Bild der Straße. Zwischen Sockelgesims (Wellenband) und Hauptgesims (Mäander und Fransensaum) sind die äußeren Fensterachsen durch flankierende zwei Drittel Blendpilaster mit dekorativen Flechtwerkkapitellen zusammengefaßt; die (durchweg entstellend erneuerten) Fenster sind schlicht gerahmt, die Fensterbank durch Behangmotiv betont. Am Risalit Zwillingsfenster mit dekorativem Mittelpfosten; Giebel mit großer Blatt- und Rollwerkkartusche. Zwei stehende Dachfenster.
Im Innern erhalten der ornamentierte Terrazzoboden, Wand- und Deckenstuck des Hausflurs, Terrazzotreppe; die hölzernen Geländerstäbe ruhen auf konischen Terrazzoklötzen. Teilweise erhalten die alten Zimmertüren. An der rückwärtigen Backsteinfassade erhalten der alte Anbau zu Hof und Garten.
Städtebaulich wichtig ist das Haus wegen seiner Zugehörigkeit zu einem historischen Bautenensemble derselben Straße (Nr. 29 bis 11) und als Blickpunkt in der Flucht der gegenüber mündenden Lahnstraße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0