Wohnhaus
Frankenwerft 3 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3743 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Frankenwerft 3, 50667 Köln |
| Baujahr | 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.10.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das zum Rhein hin fünfgeschossige, zum Buttermarkt viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit jeweils einem Giebelgeschoß besitzt jeweils zwei Fensterachsen und wurde laut Inschrift 1913 erbaut. Dies geschag derzeit, um ein baufällig gewordenes älteres Wohnhaus zu ersetzen. Leider ist in den Obergeschossen - zum Teil durch Kriegseinwirkung - die originale Stuckierung entfernt worden, so daß nur die Fassade des Erdgeschosses mit großem rundbogigem Schaufenster und Werksteinverkleidung bestehen blieb. Im 1. und 2. OG ist in der geputzten Fassade noch ein leicht vorgewölbter Erker erhalten geblieben. Die Obergeschosse, wie auch die Rückfront zum Buttermarkt stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945. Fenster und Haustüren wurden erneuert. Zum Buttermarkt findet sich an der Südseite des EG eine Spolie (Sandsteingewände). Das Innere des offensichtlich gänzlich renovierten Anwesens war nicht zugänglich. Es wird ein älterer Gewölbekeller unter dem Haus vermutet.
Das Haus Frankenwerft 3 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen der Kölner Altstadt, da es vom Bautyps her charakteristisch ist für die Baustruktur der alten Hafenbebauung und daher von ortsgeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung ist. Die Altstadtstruktur mit ihren schmalen giebelständigen Bauzeilen, wie sie für die Hansestädte typisch sind, hat sich in Köln vor allem im zu Beginn der Neuzeit in die Stadt einbezogenen Hafenviertel erhalten und ist auch bei Neubebauung der schmalen Parzellen des Viertels stets beibehalten worden. Die sogenannten "Kölner Dächer" sind charakteristisch für die Rheinansicht, weshalb auch dieses Haus städtebaulich von besonderer Bedeutung ist. Zur Nutzung und Erhaltung des Gebäudes liegen ferner kunstgeschichtliche und ortsgesschichtliche Gründe vor.
Städtebaulich ist die Lage des Gebäudes am jetzigen Rheingarten von besonderer Bedeutung. Es steht in einer Zeile mit anderen Giebelhäusern aus verschiedenen Jahrhunderten, die alle mit Naturschiefer gedeckt sind, und bestimmt somit die historische Rheinfront Kölns, die hier seit dem Mittelalter in ihrer Grundstruktur gleichgeblieben ist. Das Anwesen ist deshalb für Köln unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0