Wohnhaus

Frankenwerft 13 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3746
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Frankenwerft 13, 50667 Köln
Baujahrum 1935
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 07.10.1986
Stadtteil Altstadt/Nord

Das Wohnhaus wurde um 1935 errichtet. Baugeschichtlich trägt auch das 3- und halbgeschossige, in eine 4-Fensterachse in der Mitte zusammengezogene Haus Spuren dieser Umbauten. Obwohl das Giebeldach bei der letzten Rekonstruktion nach dem 2. Weltkrieg etwas flacher konzipiert ist und auch an der Seitenfront die Fenster und der Einang umgestaltet wurden, behält das Haus in seinen Baumaßnahmen, funktioneller Disposition und dem Gesamteindruck seine ursprünglichen Koordinaten. Die glatte Putzfassade betont proportionsgemäß die waagerechte Reihung der Fenster und Geschoßhöhe des ganzen Straßenblocks (Nr. 11 - 19 und weiter). Die ornamentale Beschäftigung mit dem Einzelnen tritt zu Gunsten des Gesamteindrucks zurück. Als Einzelschmuck ist nur das an der Fassadetür in der letzten Zeit angebrachte schmiedeeiserne Gitter zu betrachten.

Ortsgeschichtlich dokumentiert das o. g. Objekt den raschen Aufbau der Wohn-, Geh- und Repräsentanzachse am Rhein gleich nach dem Abbau der in der Umgebung angelegten alten Befestigungsmauer. Das ganze Ensemble um das Martinsviertel und den Alter Markt verdeutlicht so die mittelalterliche Stadtfunktion eines lebendigen Handelsviertels. Die schmale, relativ hohen Kaufmannshäuser mit Kränen, Grinköpfen, barocken Haustüren u. a., waren mehrmals von neuem auf- und umgebaut. Die letzte Fassung knüpft und erneuert das 1935 - 39 geschaffene historisierende Ortsbild mit einzelnen Abweichungen.

Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als ein unverzichtbarer Teil der als Lansmarck, Lohmark und Hafengasse bekannter Gesamtwohnanlage, die das historische Stadtpanorama von Köln seit dem frühen Mittelalter prägte und auch heute als eine der repräsentativsten Zeugnisse des allgemein bekannten Geschichtsbilder der unmittelbaren Umgebung von Dom- und Groß St. Martinskirche gültig ist.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0