Wohnhaus
Lintgasse 6 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3762 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Lintgasse 6, 50667 Köln |
| Baujahr | um 1935 |
| Architekt / Planung | Band und Endler |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.10.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Gebäude Lintgasse 6 wurde um 1935 als viergeschossiges, etwa dreiachsiges Wohnhaus mit einer durch Werkstein gegliederten Putzfassade erbaut. Das o. g. Objekt liegt im Martinsviertel, das in der zweiten Hälfte der 30er Jahre großzügig unter der Leitung des damaligen städtischen Konservators Hans Vogts saniert wurde. So ist dieses um 1935 erbaute, von den Architekten Band und Endler geplante Gebäude ein Zeugnis dieser ehemaligen, das Martinsviertel noch heute entscheidend prägenden Sanierung.
Die Fassade des Gebäudes ist bestimmt durch nüchterne Formen. Das 1. und 2. Obergeschoß der viergeschossigen Fassade werden durch Fensterbänder, die dreimal aus jeweils zwei Fenstern bestehende Gruppen fassen, gekennzeichnet. Die Fassade, die als konstruktiver Bestandteil des Gebäudes Geschoßgliederung und -höhe und Hausproportion wiedergibt, wird einzig durch ein Relief über der, die Fassade achsensymmetrisch aufteilenden, Eingangstür in besonderer Weise geschmückt. Das rechteckige Relief, zur Bauzeit aus damaligem Museumsbesitz zur Verfügung gestellt, ist im Stil des Barock gehalten und läßt eine Frauenbüste in einem pflanzlichen Kranz erkennen, den zwei Putti halten; die restlichen Flächen des Reliefs sind reichlich verziert. Die Eingangstür, original erhalten, grenzt an den Hausflur, dessen Wände durch grüne Fliesen verkleidet sind und dessen Fußboden ebenso wie die Treppe in Terrazzo ausgestattet sind.
Das Geländer und der Antrittspfosten sind aus Holz und noch in originalem Zustand. Die Rückseite des Gebäudes ist viergeschossig mit drei, jeweils aus zwei Fenstern bestehenden Achsen mit Okulus, die Rückseite ist im gleichen Stil wie die Fassade gehalten.
Städtebaulich bedeutsam ist das Objekt wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Häuserreihe, die gemeinsam mit der gegenüberliegenden Häuserreihe und der schmalen, mit Kopfsteinpflaster versehenen Straße einen Eindruck von den Zielen der Sanierung dieses Viertels wiedergibt. Zusammen mit dem gegenüberliegenden Fachwerkhaus, Lintgasse 5, bildet es eine Baugruppe, weil hier auf engem Raum unterschiedliche Baustile und verschiedene Phasen von städtebaulichen Entwicklungen und Unternehmungen repräsentiert werden. Hier ist dem Kölner Bürger der Bezug zur Geschichte seiner Stadt erfahrbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0