Wohnhaus
Taunusstraße 29 · Humboldt/Gremberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3771 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Taunusstraße 29, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.10.1986 |
| Stadtteil | Humboldt/Gremberg |
Das Mietwohnhaus wurde um 1910 errichtet. Das dreieinhalbgesschossige, traufständige, dreiachsige und satteldachgedeckte Haus mit hohen, prunkvasenbekrönten Dacherker prägt das Straßenbild durch die reiche, wenn auch sehr flache Gliederung seiner Stuckfassade: über schlichtem Sockelgeschoß angedeuteter Risalit mit geschweiftem Giebel, daran ebenfalls nur schwach vertretender Blenderker zwischen flankierenden, ornamentierten Pilastern. Zwischen drei gequaderten Pilastern zusammengefaßt die Fenster der beiden rechten Achsen; darüber mittig das stehende Dachfenster im Halbgeschoß. Durchgängig flacher, geometrischer stilisierter Dekor von Brüstungen, Stürzen, Konsolen und Giebelfeldern: Kassetten, Rosetten, Girlanden, Blüten, Flechtwerk, Roll- und Blattwerkkartuschen in der Manier des Jugendstils. Fenster und Haustür sind entstellend erneuert. Im Inneren der alte Terrazzoboden, Terrazzotreppe mit gemauertem Geländer. Sonst weitgehend erneuert; die Rückfassade verputzt mit originalem Anbau zum Hof.
Nach städtebaulichem Bebauungsplan auf ehemals werkseigenem Gelände der Kalker "Maschinenbauanstalt Humboldt" um 1910 errichtet, repräsentiert das Haus nicht nur die ursprüngliche Bebauung des Gebietes der ehemaligen Deutzer "HumboldtKolonie", sondern auch die letzlich wenig individuelle, dem Jugendstil nahestehende Dekoration aus Ornamentversatz.
Städtebaulich unentbehrlich ist das Haus vor allem als Teil eines größeren Bautenensembles der Taunusstraße (Nr. 27 - 11; gegenüber Nr. 20, 18 Hachenburger Str. 2), das die relativ junge Geschichtlichkeit dieses Vorortes gut ablesbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0