Wohnhaus

Alte Neusser Landstraße 253 · Worringen

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4004
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Alte Neusser Landstraße 253, 50769 Köln
Baujahr1700
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.12.1986
Stadtteil Worringen

Das im Jahre 1700 errichtete dreigeschossige, giebelständige Wohn- und (ehem.) Geschäftshaus von 3:7 Achsen in seiner stattlichen Größe ist Zeugnis einer städtischen Variante der bis in die heutige Zeit erhalten gebliebene dörfliche Bebauung. Das ehemalige Zollhaus gehört wohl mit zu den ältesten erhaltenen Bauten Worringens, worauf u. a. ein altes Kellerkreuzgewölbe hinweist. Aus der eingemeißelten Inschrift: "Anno G + M 1700 M-8B" über der historischen Eingangstür aus dem Spätbarock werden neben der Bauzeit auch die Anfangsbuchstaben des Bauherrn und des Eigentümers Goddert Müller ersichtlich, der dort ein Weinhaus führte unter dem Namen "Der alte Rheinzoll", worauf auch die schräg zur Straße liegende Kellertür hindeutet (weitere Hinweise in: "Worringen" von Josef Gödecke, S. 101, und "Köln-Worringen" von Toni Jägers, S. 88).

Die Backsteinfassaden des Gebäudes werden an der Giebelfront belebt durch unregelmäßige Achsialgliederung und Giebelohrengesims, an der Langseite durch rundbogige, an Arkaden erinnernde Blendengliederung. Fenstergerähm, originale Fenstersprossenteilung und ein breiter Kellersockel tragen zur Strukturierung der Fassaden bei. Insgesamt verdeutlichen sie als konstruktive Teile des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines historischen Straßenensembles mit den Häusern Nr. 243, 245, 247, 249, 251 (253), 255, das in einer lückenlosen Formation Seltenheitswert besitzt. Als Eckhaus ist ein Blickpunkt an der Straßenmündung St.-Tönnis-Str. und beschreibt auch in Verbindung mit dem Eckhaus Nr. 251 und der gegenüber an der Alten Neusser Landstraße gelegenen Pfarrkirche eine historische Ortskernsituation.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0