Wohnhaus
Olpener Straße 138 · Höhenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4024 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Olpener Straße 138, 51103 Köln |
| Baujahr | 1899 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.01.1987 |
| Stadtteil | Höhenberg |
Das Gebäude wurde 1899 (inschr. dat.) errichtet. Baugeschichtlich bedeutsam ist das fünfachsige, dreigeschossige Traufenhaus mit Giebelgeschoß aufgrund seiner mit gotischem Maßwerkdekor ausgestalteten Stuckfassade. Ihre Gliederung erfolgt durch Putzquaderung, Gesimse, Brüstungsfelder mit Maßwerk, Vierpasse und Blattfries sowie gerader und rundbogiger Fensterrahmung. Die Fassade wird abwechslungsreich gegliedert durch unterschiedliche Formen, Größen und Aufteilungen der Fenster, wie auch durch zwei in Breite, Höhe und Architekturdetails sich unterscheidenden Erker, wobei der breitere durch zwei Balkone sowie ein zweiflügeliges Tor mit Rundbogen und Sichtfenstern betont wird, der schmalere insbesondere durch die Portalsituation mit rundbogigem Hauseingang und einem an Stabwerk erinnernden Dekor mit in Blätter eingefaßten Symbolen wie Zirkel und Lineal im Mittelteil.
Die Fenster im 2. OG sind noch in der originalen Teilung erhalten. Insgesamt verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.
Im Innern des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: ein ornamentierter Fliesenfußboden, ein bemalter Holzsockel, Wandmalereien (zum Teil beschädigt), ein Stützbogen mit zwei auf Pilastern ruhenden vollplastischen Hermesköpfen, außerdem eine Holztreppe, Holzdielen sowie ein gedrechseltes umlaufendes Geländer mit Antrittspfosten, und zum großen Teil Wohnungstürabschlüsse mit Sichtfenstern.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das repräsentative Wohnhaus als Beispiel für die Zeit des ersten großen Aufschwungs der bis zur Jahrhundertwende noch ländlich geprägten Siedlung Höhenberg. Es wurde erbaut, noch bevor Höhenberg seine erste eigene Kirche bekam (1909) und ist daher von besonderer Bedeutung für die Ablesbarkeit der Geschichte des späten Kölner Vorortes. Vom alten Höhenberger Kern zeugen heute im Bereich der Olpener Straße einige (veränderte) niedrige ländliche Bauten sowie einige Gründerzeitbauten mit Stuckfassaden (s. a. o. g. Ojbekt).
In städtebaulicher Hinsicht bildet das Objekt mit dem Gebäude Nr. 136 ein historisches Ensemble, das für diesen Teilabschnitt der Olpener Straße einmalig ist und im Kontrast zu den neueren und modernisierten Bauten der Nachbarschaft Wirken und Wandel historischer Prozesse anschaulich erlebbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0