Wohnhaus
Glasstraße 76 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4028 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Glasstraße 76, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1850 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.01.1987 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Baugeschichtlich stellt das um 1850 errichtete 4-geschossige, 3-achsige, mit einem Seitenhaus versehene Gebäude ein für den Kölner Stadtraum charakteristisches Dreifensterhaus auf L-förmigem Grundriß dar. Als konstruktiver Teil des Baukörpers verdeutlichen die Fassaden Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau des Hauess. Bemerkenswert ist die architektonische Gestaltung der Straßenfassade, einer Backseinfassade mit Stuckgliederung. Als Gliederungs- und Ordnungselemente dienen: klare Geschoßeinteilung durch Gesimse, strenge Fensteraxialität und Symmetrie-Ordnung, die durch einen flachen Risalit betont wird. Die Bauzier tritt in Form einer kräftigen Rustizierung des Erdgeschosses, der breiten Profilrahmung sowie Verdachung der Fenster und des profilierten Traufgesimses mit Konsolfries in Erscheinung. Als "Belétage" ist besonders das 1. Obergeschoß durch den Fensterstuckdekor hervorgehoben; von Akanthus umgebene Frauenköpfe und Baluster in den Brüstungsfeldern, Konsolverdachung mit rosettengeschmückten Rundbogen/Außenachsen bzw. Kartuschen-Aufsatz/Mittelachse über ornamentierten Sturzfeldern.
Ortsgeschichtlich dokumentiert es in seiner Erscheinung die ursprüngliche Bebauung der Glasstraße. Die straßenmäßige Erschließung des Freigeländes an der Bahnstraße im Jahre 1875 verweist auf den stetigen Ausbau von Ehrenfeld, das sich als günstiger Standort für Industrie und nahegelegenes Wohnen anbot. In der Glasstraße betrieben die Rheinischen Glashütten ihre Öfen.
Städtebaulich bildet das Haus ein wesentliches Bindeglied in der Hausreihe zwischen den Altbauten Nr. 58 - 68 und dem Haus Nr. 88. In Architektur- und Dekorformen mit den genannten und den gegenüberstehenden historischen Häusern Nr. 57, 59, 73, 81, 83) korrespondierend, trägt es entscheidend in seiner Baugestalt zur Bildung eines relativ geschlossenen Straßenensembles bei.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0