Wohnhaus
Am Krieler Dom 8 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4042 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Am Krieler Dom 8, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1928 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.02.1987 |
| Stadtteil | Sülz |
Das um 1928 erbaute zweieinhalbgeschossige, zweiachsige Reihenhaus mit Backsteinfassaden zeichnet sich durch einen klaren, kubischen Baukörper aus, dessen linke Achse sich als Kopfbau zur Weildenburgstraße turmartig erhöht, straßenseitig vorspringt und mit einem deutlich überkragenden Flachdach in den Straßenraum greift. Durch den kleinen Vorgarten führt der Zuweg auf die flach überdachte Haustüre an dem zurückgesetzten straßenseitig breit gelagerten Baukörper. Dieser vertikal und horizontal gegliederte Baukörper nimmt als integraler Bestandteil der Reihenhaussiedlung Teil an einer augenfälligen Flächenrhythmisierung des Straßenraumes. Durch die Vereinheitlichung von Mauer- und Fensterfläche stellt sich eine unmittelbare Wechselbeziehung von Innen- und Außenraum ein, so daß die Fassade als konstruktiver Bestandteil des Hauskerns dessen Proportionen entsprechend seinem Querschnitt verdeutlicht.
Die Siedlung Am Krieler Dom ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Sülz, weil sie die Entwicklung dieses Stadtteils dokumentiert. Sülz entwickelte sich seit 1845 als neues Siedlungsgebiet, dessen zweite Entwicklungsstufe kurz nach der Jahrhundertwende einsetzt, als um das sog. Krieler Dömchen eine dörfliche Ansiedlung vorgefunden wurde. Die Straßen: Am Krieler Dom und die Goldenfelsstraße sind schmalere, fast ländliche Wohnstraßen zu deren Reihenhäuser das o. g. Objket gehört und die vorortliche Bebauung um die alte Kirche dokumentiert.
Das o. g. Objekt erweist sich als unverzichtbares Dokument eines einheitlichen umfassenden Siedlungskonzeptes, in dem sich durch das Vor- und Zurücktreten der Baumassen eine lebendige, den Straßenraum aktivierende Gestaltung im Bauhausstil ausspricht. Städtebaulich wird durch den vorkragenden Kopfbau auch der Schnittpunkt Wildenbruchstraße in die Gestaltung des Straßenraumes einbezogen. Sowohl die gleich strukturierten Backsteinfassaden mit einheitlicher Falchdachlandschaft als auch die wiederkehrenden Proportionen zeugen von einem komplexen Denkmalensemble zeittypischen Charakters.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0