Wohn- u. Geschäftshaus
Eythstraße 21 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4108 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Eythstraße 21, 51103 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.04.1987 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Gebäude wurde 1905 errichtet.
Baukünstlerisch bedeutsam ist die in geometrischer Jugendstilornamentik verzierte Stuckfassade des viergeschossigen, 2:4-achsigen, mansardgedeckten, mit drei Erkern versehenen Eckhauses. Der Runderker zur Kreuzung hin ist dreigeschossig (2. bis 4. Geschoß), die beiden Erker mit abgeschrägten Ekken an beiden Seitenfassaden sind zweigeschossig und mit je einem Balkonaufsatz versehen. Die Fassaden werden gegliedert durch zwei breite profilierte Doppelgesimse (zwischen Erdgeschoß und 1. Obergeschoß mit rechteckiger Felderteilung und im 2. und 3. Obergeschoß mit unregelmäßig angeordneten Rauhputzfeldern) sowie durch ein profiliertes Traufgesims mit reich ornamentierter Unterkante. Eine zusätzliche Gliederung erfolgt vertikal durch pfeilerartige Rauhputzfelder zwischen den Erkern und den 2 x 2 Fensterpaaren an der Fassade Thumbstraße, horizontal durch Fenstersohlbänke und Rauhputzornamentik an den Fensterbrüstungen. Insgesamt verdeutlichen die Fassaden als konstruktive Teile des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Durch ein mit Pfeilern und Ornamentik betontes Portal mit originaler Eingangstür gelangt man in das Innere des Gebäudes, wo die Original-Substanz weitgehend erhalten ist: ein inkrustierter Terrazzofußboden mit Mosaikkante, fünf Treppenstufen belgischen Granits, Terrazzotreppe, ein schmiedeeisernes Geländer mit Handlauf aus Holz. Im Treppenaufgang teilweise alte Wandfliesen. Original erhaltene Wohnungstürabschlüsse und Kellertür sowie teilweise erhaltene Zimmertüren.
Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das Wohn- und Geschäftshaus, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industrieanlagen außerhalb der Rayongrenze Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kalk (1877) zu einer selbständigen Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße. Im Nordosten, besonders auch in der Eythstraße, entwickelte sich ein gehobenes Wohnviertel mit bisher in Kalk unüblichen Gestaltungsweisen.
Städtebaulich erhaltenswert ist das Gebäude als Blickpunkt an der Straßenkreuzung Eythstraße/Thumbstraße. Als typischer Eckbau leitet er über zu den Gebäuden Eythstr. 23 und 25. In Verbindung mit den noch fast vollzählig erhaltenen Jugendstilbauten in der Eythstraße bildet das Objekt ein Denkmalensemble.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0