Wohnhaus
Thumbstraße 65 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4162 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Thumbstraße 65, 51103 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 27.05.1987 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Gebäude wurde um 1905 errichtet. Baugeschichtlich bedeutend ist das traufständige, 4-geschossige, 4-achsige Objekt als Beispiel einer Bauweise um die Jahrhundertwende mit Stilanklängen der Renaissance. Die Stuck-Fassade mit Fugenschnitt ist gegliedert durch Stockwerkgesimse, Doppelgesimse und ein Traufgesims mit löwenköpfigen Konsolen. Die Fenster des 2. und 3. Geschosses werden betont durch vorhangartige Konsolen und Fensterkonsolgesimse unter Fensterbrüstungsfeldern. Das 4. Geschoß weist wappenähnliche Kartuschen in der Fensterrahmung auf. Trotz des Verlustes einiger Dekorteile bleibt der Gesamtcharakter der Fassade erhalten. Die Fenster sind in alte Sprossenteilung erhalten, ebenso wie die Fenster der rückwärtigen Backsteinfassade. Die Toreinfahrt an der Straßenfront führt in einen großen Hof mit Backsteinmauer.
Insgesamt verdeutlichen die Fassaden als konstruktive Teile des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.
Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das Wohnhaus, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industrieanlagen außerhalb der Rayongrenze Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kalk (1877) zu einer selbständigen Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als wesentlicher Bestandteil eines weitgehend intakten Straßenzugs. Es bildet mit den Hausnummern 62, 66, 59 ein historisches Straßenensemble, das wesentlich das Erscheinungsbild dieses Teils der Thumbstraße bestimmt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0