ehem. Wasserturm
Bruchstraße 19 · Roggendorf/Thenhoven
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4307 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | ehem. Wasserturm |
| Adresse | Bruchstraße 19, 50769 Köln |
| Baujahr | 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.01.1989 |
| Stadtteil | Roggendorf/Thenhoven |
Der Turm wird heute im ganzen als Wohnhaus benutzt. Die originalen Anbauten bestehen aus einem Walmdach bedeckten, recht differenziert konzipierten Backsteingebäuden mit Seitengiebel und einem kleinen halb vorgebauten Treppenturm, der noch heute die erneuerte Betontreppe umschließt. Das gesamte Gebäudeinnere wurde umgebaut. Der Turm wurde nach der Jahrhundertwende durch den Bau eines Wasserwerkes aufgegeben. Die Fenster der beiden Obergeschosse wurden später hineingebrochen. Sie nehmen jedoch die Lage und die den Rundbogenabschluß der ursprünglichen Belichtungsschlitze im Turm auf. An der rückwärtigen Seite wurde zum Bruch hin eine Terrasse angebaut. Die Vorderansicht des Turmes blieb weitgehend original erhalten, Fenster und Türen sind aus einem Umbau der 60er Jahren. Das Backsteinmauerwerk des Gebäudes wird von Rundbögen in Rollschicht gegliedert, die jeweils die Fenster des Erdgeschosses und ersten OG umschließen. Auch die alten horizontalen Gesimse blieben erhalten. Der Turm steht noch heute isoliert in einem Gartengelände, das zum Bruch hin in den Auenwald übergeht.
Der als Wohnhaus ehemals umgebaute Wasserturm in Roggendorf/Thenhoven ist nicht Rest einer Mühle, wie in den bisherigen Beschreibungen behauptet. Der um 1870 erbaute zylindrische Turm steht in der Nähe des Worringer Bruchs einem alten Rheinarm, der noch heute Wasser führt. Der Wassertank befand sich offensichtlich in den beiden oberen Geschossen, die heute abgetragen sind (vgl. Foto BAL 7232/9). Auf diesem Foto ist ebenfalls erkennbar, daß die zweigeschossigen Anbauten, die die ehemalige Wärterwohnung umfaßten, ebenfalls aus der Erbauungszeit sind. Der Wasserturm ist demnach der Rest eines frühindustriellen Gebäudes, von wo aus ehemals in der weiten flachen Landschaft die Wasserversorgung mit Druckwasser erfolgte und der in unmittelbarer Nähe des alten Bahnhofes Bruchstr. 12 (um 1860) wohl auch die Wasserversorgung der Eisenbahn zu gewährleisten hatte.
Eine städtebauliche Bedeutung ist durch die Nähe zum alten Bahnhofsgebäude gegeben.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0