Wohnhaus
Eichstraße 18 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4385 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Eichstraße 18, 50733 Köln |
| Baujahr | 1887 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 21.12.1987 |
| Stadtteil | Nippes |
Das Gebäude ist 1887 inschriftlich datiert. Baugeschichtlich bedeutend ist das 2-geschossige, 3-achsige Traufenhaus mit Giebelgeschoß als Beispiel einer Bauweise mit Stilanklängen aus dem reichen Formenrepertoire der Renaissance sowie als Typ des sogenannten Kölner Dreifensterhauses mit rückwärtigem Seitenhaus aus Backstein auf L-förmigem Grundriß.
Die Fassade wird horizontal gegliedert durch ein breit profiliertes Stockwerkgesims über dem rustizierten Erdgeschoß, ein gekröpftes Fensterbankgesims und ein Traufgesims mit Klotzfries. Die flachbogigen Maueröffnungen des Erdgeschosses sind je mit diamantiertem Schlußstein betont, die geraden, profiliert gerahmten und in Höhe des Kämpfers mit Putzband verbundenen Fenster des 1. Obergeschosses sind durch rundbogige, ornamentierte Konsolgesimsbekrönungen und festonartig geschmückte Brüstungsfelder plastisch hervorgehoben und kennzeichnen dieses Geschoß als sogenannte Belètage.
Das Motiv des Rundbogens wiederholt sich in dem mit doppeltem Gesims und kapitellartigen Wandvorlagen verzierten Blendgiebel. Die originale Eingangstür vervollständigt die ästhetische Einheit der Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes veranschaulicht. Im Innern des Hauses ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Schwarz-weißer Achteck-Fliesenfußboden mit Abschlußleiste, Holztreppe mit gedrechseltem Geländer nebst Antrittspfosten, Wandmalerei in Stuckkassetten, ovale Deckenrosette, Rundbogen mit kleiner Rosette und Profilierungen, Wohnungstürabsschlüsse und Zimmertüren.
Ortsgeschichtlich dokumentiert das Wohnhaus die ursprüngliche Bebauung der Eichstraße um 1890. Die um 1860 einsetzende Entwicklung von Nippes zum Industrie- und Wohnort bedingte die Erschließung neuer Wohnquartiere, die unter anderem im Anschluß an den Ortsteil "Sechzig" und jenseits der Kempener Straße entstanden und somit zum Zusammenwachsen des Nippeser Stadtgeländes beitrugen. Die Eichstraße vergegenwärtigt mit ihren historischen Bauten einen für Nippes entscheidenden Entwicklungsabschnitt.
Städtebaulich bedeutend ist das o. g. Objekt als unverzichtbarer Bestandteil eines Gebäudeensembles mit den Häusern Nr. 16 und 22 - 28 sowie den anderen historischen Baudenkmälern in diesem Straßenabschnitt, welches das ehemalige Erscheinungsbild der Eichstraße bewahrt und anschaulich erlebbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0